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Nationales Krisenzentrum: Zahl der Corona-Infizierten und -Toten weiterhin rückläufig

In den vergangenen 24 Stunden sind 43 neue Patienten mit einer Coronavirusinfektion eingeliefert worden. Vorgestern lag die Zahl der Neueinlieferungen bei 60. Virologe Steven Van Gucht wies auf der Pressekonferenz des nationalen Krisenzentrums auch darauf hin, dass die Anzahl der Kontaktpersonen, die Corona-Infizierte bei der telefonischen Kontaktüberprüfung angeben würden, ungewöhnlich niedrig sei.

Insgesamt werden zurzeit 1.614 Covid-19-Patienten stationär behandelt.

Seit Sonntag wurden 28 neue Todesfälle registriert (16 Verstorbene in einem Krankenhaus, 12 in einem Seniorenheim). Am Tag zuvor waren 47 Todesfälle gezählt worden. Insgesamt sind seit dem Ausbruch der Pandemie 9.080 Personen, die mit dem Virus infiziert waren, verstorben.

342 Patienten liegen gegenwärtig auf der Intensivstation (3 Patienten weniger als gestern).

Die Gesundheitsbehörden haben in den letzten 24 Stunden auch 279 neue Fälle von Coronainfektionen verzeichnet (291 Fälle am Vortag).

Infizierte Personen geben Kontaktpersonen eher nicht an

Auf der täglichen Pressekonferenz wies Virologe Steven Van Gucht auch auf die Ergebnisse der Kontaktüberprüfungen. Callcenter rufen täglich mehrere Hunderte Infizierte an, um deren Risikokontakte zu registrieren.

Von den 408 Infizierten, die am Samstag angerufen worden sind, wurden insgesamt nur 225 Risikokontakte angegeben. „Es fällt auf, dass oft nur eine einzige Person oder auch gar kein Risikokontakt gemeldet wird. Das ist niedrig“, so Van Gucht, der vernünftigerweise von vier bis fünf Risikokontakten pro Coronapatient ausgeht.

Die Forscher vermuten, dass man aus Angst oder Scham nicht ehrlich ist. Dabei spielt das Kontakt-Tracing eine wichtige Rolle bei der Verhinderung einer zweiten Infektionswelle. Van Gucht betonte nochmals, dass das Tracing ein vollkommen anonymes Verfahren sei und niemals zu einer Sanktion führe, wenn die Kontakteinschränkungen nicht eingehalten worden seien.

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