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Aufatmen für das Kulturpublikum: Die Museen haben wieder geöffnet!

Seit Wochen waren infolge der Coronakrise auch die Museen geschlossen. So sehr sich die Museumsverantwortlichen auch darum bemühten, einige auch befristete Ausstellungen online erleben zu lassen, so sehr vermissten viele Zeitgenossen, Kunstwerke „in echt“ bewundern zu können. Diese Zeit hat jetzt ein Ende und unter Respektierung aller Corona-Vorsichtsmaßnahmen sind Besuche in angemeldeten Zeitslots und unter von den Häusern vorgegebenen Wegen durch die Ausstellungen und Sammlungen wieder möglich. Einige kleine Empfehlungen:

„Kleureyck: Van Eycks Farben im Design“ ist eine Ausstellung im Rahmen des Van Jahrs in Gent, dessen Höhepunkt, die große Ausstellung rund um den flämischen Maler von Covid-19 ausgebremst wurde und nicht verlängert werden konnte. Das Design Museum in Gent zeigt diese Ausstellung rund um das Thema Farben in diesem Bereich bis heute. Sie ist wie eine Wanderung durch die acht Farben des Meisters aufgebaut und lässt entdecken, wie diese Farben Designer nach wie vor beeinflusst. Diese neue Ausstellung läuft noch bis zum 21. Februar 2021.  Info: www.designmuseumgent.be  

„Van Eyck in Brügge": Der in diesem Jahr groß gefeierte flämische Meister Jan van Eyck hat nicht nur Spuren in Gent hinterlassen. Eine Zeit lang lebte und wirkte er auch in Brügge. Und auch dort, im Groeningemuseum, befinden sich zwei seiner Werke. Diese sind auch in diesem Jahr dort zu bewundern und wurden nicht nach Gent gebracht, wo derzeit die umfassendste Ausstellung zu dessen Schaffen stattfindet. Allerdings wurde um diese beiden Werke herum ein dem Anlass entsprechendes Szenario installiert und van Eyck ist in der ganzen Stadt zu spüren. Info: www.museabrugge.be

„Rodin, Meunier & Minne“: Auch das M Museum in Löwen (Flämisch-Brabant) öffnet ab dem 18. Mai wieder seine Türen. Pünktlich zur Wiedereröffnung nach dem Lockdown wartet das Haus mit einer neuen Ausstellung auf, die sich mit den Bildhauern Auguste Rodin, Constantin Meunier und George Minne befasst, die Wegbereiter der „modernen Bildhauerei“. Paradox ist, dass gerade diese drei Künstler seinerzeit ihre Inspiration in der Vergangenheit fanden, nämlich im Mittelalter „Rodin, Meunier & Minne“, noch bis zum 30. August. Info: www.mleuven.be

„Brüssel und Tel Aviv“: Das Internationale Museum für Zeitgenössische Kunst in Ostbelgien, IKOB, in Eupen zeigt mit „Brüssel und Tel Aviv“ die erste museale Retrospektive der Aachener Fotografin Irmel Kamp. Kamp legt den Schwerpunkt ihrer Schwarz-Weiß-Aufnahmen auf Architektur, genauer auf moderne Architektur im Laufe der Zeit. Dass im IKOB in der Auswahl der gezeigten Fotos ein besonderer Blick auf die Hauptstadt Brüssel gelegt wird, sorgt im Vergleich zu Bildern aus Tel Aviv für eine besondere Spannung. Bis zum 31. Mai verlängert. Info: www.ikob.be

„Der Mann der Züge liebte“: Der surrealistische belgische Maler Paul Delvaux ist einer der beliebtesten Maler unseres Landes. Immer wieder ließ er sich für seine Werke von der Eisenbahn inspirieren. Für das Eisenbahnmuseum der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB, die Train World im Brüsseler Stadtteil Schaarbeek, lag es also nahe, die eigene Sammlung und die die Bahn betreffenden Gemälde von Delvaux zusammenzubringen. Herausgekommen ist eine spannende Ausstellung, die bei weitem nicht nur Kunstbegeisterte und Eisenbahnfans in ihren Bann zieht. Bis zum 30. Juni verlängert: Info: www.trainworld.be

„Keith Haring“: Jeder kennt wohl die bunten Figuren aus Keith Harings Gemälden und Kunstwerken. Sie befinden sich irgendwo zwischen Comic und Pop Art. Ihr Schöpfer gilt heute als Ikone der 1980er Jahre und er gehört wohl zum amerikanischen Kulturerbe aus eben jener Zeit. Doch hinter diesen Kunstfigürchen steht ein Künstler, der auf der einen Seite das Leben auskostete, wie kaum ein anderer, der sich aber damit irgendwie auch selbst zerstörte. Der Brüsseler Kulturpalast Bozar zeigt in seiner Keith Haring-Ausstellung sowohl dessen Werk, als auch den Menschen dahinter und das, was diesen sonst noch bewegte. Bis zum 21. Juli verlängert. Info: www.bozar.be

„Cool Japan“: Zelda, Sailor Moon und Hello Kitty: All diese weltberühmten Kultfiguren entstammen der japanischen Bildkultur, die Ihnen vielleicht schon bekannt vorkommt. Aber wussten Sie auch, dass die gegenwärtige japanische Bildkultur eine äußerst vielfältige Vorgeschichte hat? So wurde der Stil der gegenwärtigen japanischen Zeichner von der historischen Bilddruckkunst und von den Techniken alter Meister beeinflusst. Das Museum Am Strom in Antwerpen zeigt diese lange Tradition, die zur Entwicklung der heutigen japanischen Popkultur („Manga“) führte, mit einzigartigen historischen Exponaten aus der eigenen Sammlung sowie mit einigen Leihgaben. „Cool Japan“ zeigt nicht nur alte und zeitgenössische japanische Kunst, sondern eröffnet auch Einblicke in die Modewelt, in der sich viele Designer von Japan haben inspirieren lassen. Bis zum 10. August verlängert. Info: www.mas.be

„Ceci n’est pas un corps. Hyperrealism Sculpture“: Eine besondere Ausstellung im Lütticher Kunstmuseum La Boverie. „Hyperrealismus“ ist eine Kunstrichtung, die in den 70er Jahren in den Vereinigten Staaten entstand. Der Abstraktion den Rücken kehren und versuchen eine detailgetreue Wiedergabe der Natur zu erreichen, bis hin zu dem Punkt, an dem die Betrachter sich fragen, ob sie es mit einem echten Körper zu tun haben. Der hyperrealistische Künstler erschafft ein manchmal amüsantes, manchmal verstörendes, aber immer bedeutungsvolles Kunstwerk. Mit einer Auswahl von rund vierzig hyperrealistischen Skulpturen der bedeutendsten Namen in der zeitgenössischen Kunst (Paul McCarthy, George Segal, Ron Mueck, Maurizio Cattelan, Berlinde De Bruyckere, Duane Hanson, Carole Feuerman, John De Andrea…) widerspiegelt die Ausstellung  die Entwicklung der menschlichen Gestalt in den Skulpturen der 1970er Jahre bis heute. Bis zum 2. August verlängert. Info: www.laboverie.be

„Kleureyck: Van Eycks Farben im Design“ ist eine Ausstellung im Rahmen des Van Jahrs in Gent, dessen Höhepunkt, die große Ausstellung rund um den flämischen Maler von Covid-19 ausgebremst wurde und nicht verlängert werden konnte. Das Design Museum in Gent zeigt diese Ausstellung rund um das Thema Farben in diesem Bereich bis heute. Sie ist wie eine Wanderung durch die acht Farben des Meisters aufgebaut und lässt entdecken, wie diese Farben Designer nach wie vor beeinflusst. Diese neue Ausstellung läuft noch bis zum 21. Februar 2021.