Bei Brussels Airlines müssen offenbar lediglich 370 Arbeitsplätze abgebaut werden

Laut einem Bericht der flämischen Wirtschaftszeitung De Tijd soll es bei der belgischen Fluggesellschaft Brussels Airlines „nur“ zu 370 Stellenstreichungen kommen. Noch in der vergangenen Woche hieß es, dass man im Zuge der Umstrukturierung rund 1.000 Arbeitsplätze abbauen müsse. Offenbar kann die Zahl der betriebsbedingten Entlassungen  niedrig gehalten werden.

Von den rund 370 Kündigungen entfallen nach einem internen Dokument bei Brussels Airlines, in das De Tijd Einblick hatte, 310 Jobs auf den Standort Belgien. Die 60 weiteren Entlassungen werden an Standorten im Ausland vorgenommen.

Das Dokument, das De Tijd zitiert, zeigt offenbar in groben Zügen, wie die Sozialpartner bei der belgischen Lufthansa-Tochter vorgehen wollen. Bei der Fluggesellschaft sind derzeit etwas mehr als 4.000 Personen beschäftigt. Letztendlich wird demnach nur ein Drittel der in der vergangenen Woche angekündigten rund 1.000 Jobs abgebaut.

Darunter sind u.a. 155 Mitarbeiter, denen angeboten werden soll, in Rente zu gehen. Auch soll Mitarbeitern empfohlen werden, auf eigenen Entschluss das Unternehmen zu verlassen. Und Mitarbeiter, die ein Alter von 55 Jahren erreicht haben, können in Teilzeit arbeiten. Beschäftigte, die über 59 Jahre alt sind, sollen über vom Unternehmen bezuschusste Arbeitslosengelder freigestellt werden. Weitere Maßnahmen könnten z.B. die Beendigung von Zeitarbeitsverträgen betreffen.

Laut Verhandlungspapier soll es nur zu 9 % direkten Entlassungen kommen. Brussels Airlines wollte sich zu dem Arbeitspapier nicht äußern, solange die Sozialverhandlungen noch laufen würden, hieß es dazu am Dienstagmorgen.