Jens Meier/laif

Brussels Airlines: Offener Brief der Piloten mit einem Angebot, auf Gehalt verzichten zu wollen

Die Piloten der belgischen Fluggesellschaft Brussels Airlines, eine 100 %ige Tochter der deutschen Lufthansa-Gruppe, haben in einem offenen Brief angekündigt, notfalls auf bis zu 45 % ihrer Gehälter verzichten zu wollen, um damit im Rahmen der Umstrukturierung so viele Jobs beim fliegenden Personal zu retten, wie möglich. Der offene Brief wird von allen drei Gewerkschaften in Belgien unterstützt.

Die Brussels Airlines-Piloten bieten an, bis 2023 auf bis zu 45 % ihrer Gehälter verzichten zu wollen, was bis zu diesem Datum eine Einsparung von rund 100 Mio. € einbringen würde. 

Nach Ansicht der Cockpit-Personale könnte so vermieden werden, dass in den von der Fluggesellschaft und der Lufthansa-Gruppe geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen Pilotenstellen gestrichen werden müssen.

In der vergangenen Woche kündigte die BA an, rund 1.000 der insgesamt etwa 4.000 Stellen bei der belgischen Fluggesellschaft streichen zu müssen. Darunter waren 191 Pilotenstellen.

Einige Tage später wurde die Zahl der wegfallenden Jobs in einem Verhandlungspapier von Management und Gewerkschaften auf rund 360 Stellen beziffert.

Nach Ansicht der Gewerkschaften im hiesigen Luftfahrtsektor ist dieser Vorschlag „unglaublich wichtig“, denn dies sei die einzige Möglichkeit, die Arbeitsplätze von Piloten zu retten.

Inzwischen laufen die Sozialverhandlungen bei Brussels Airlines mit Vertretern der Lufthansa und der belgischen Bundesregierung nach Angaben von Beobachtern konstruktiv. 

Bei Brussels Airlines begrüßte man diesen Vorschlag von Seiten der Piloten und gab zu verstehen, dass man diesen in die Planungen und in die Gespräche im Rahmen der Sozialverhandlungen mit einbeziehen werde. 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten