Kronprinzessin Elisabeth geht an die Königliche Militärschule in Brüssel

Kronprinzessin Elisabeth (Foto) wird nach ihrem Abitur, dass sie in Wales in einer internationalen Schule abschließen wird, für ein Jahr an die Königliche Militärschule in Brüssel gehen. Dort nimmt sie an einem Kurs in Sozial- und Militärwissenschaften teil. Vorher aber muss sie einer Grundausbildung für Offiziersanwärter bei der Armee folgen und diese absolviert die 18-Jährige Königstochter in der Kaserne von Elsenborn in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.

Kronprinzessin Elisabeth hat im Herbst 2019 ihren 18. Geburtstag gefeiert und wird in den nächsten Tagen ihr Abi am United World College „Atlantik“ in Wales machen, wo sie die vergangenen beiden Schuljahre verbracht hat. Nach den Sommerferien beginnt für sie eine Art „Ernst des Lebens“, denn nach bestandenem Abitur wird sie für ein Jahr an die Königliche Militärschule in Brüssel gehen. Dort folgt sie ab Ende August einem einjährigen Kurs in Sozial- und Militärwissenschaften, genau wie ihr Vater König Philippe vor rund 40 Jahren.

Diese Ausbildung an der Militärschule erfordert „eiserne Disziplin, körperliches Training und hohe akademische Anforderungen“, so König Philippe vor anderthalb Jahren bei einem Besuch in der Brüsseler KMS. Elisabeth weiß also, was sie erwartet. Sie werde dort am Internat und während der Ausbildung so behandelt, wie alle anderen Studierenden, hieß es von Seiten des Königlichen Palastes dazu: „Damit reiht sich die Prinzessin in eine lange Tradition der Königsfamilie ein.“

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Mutter und Tochter. auf dem Weg zu einer gemeinsamen Verpflichtung

Eigene Entscheidung

Kronprinzessin Elisabeth hat sich für diese Ausbildung an der Militärschule selbst entschieden, doch sie bleibt dort nur für ein Jahr. Einer vollständigen Offiziersausbildung wird sie also nicht bis zum Ende folgen. Sie ist die erste Prinzessin an der Königlichen Militärschule, die übrigens von der ersten Generalin bei der belgischen Armee geleitet wird, nämlich von Generalin Lutgardis Claes. Sie hat dort vor 40 Jahren als erste junge Frau an der KMS und gemeinsam mit dem damaligen Kronprinzen Philippe studiert: „Es ist schön zu sehen, dass diese Ausbildung bei denen, die das Land führen sollen, wertgeschätzt wird.“

Am ersten Tag ihrer Ausbildung wird sie in Brüssel an der KMS erwartet, doch schon am zweiten Tag wird sie ihre Zivilkleidung gegen eine Uniform tauschen müssen. Dann geht es zur Grundausbildung ins „Camp“ Elsenborn, eine Ausbildungs- und Nato-Manöverkaserne in Ostbelgien. Dabei wird die lernen zu schießen und Karten zu lesen. Sie folgt praktischen Lehrgängen in Sachen Taktik und es gibt, wie für jeden anderen Soldaten auch, eine gehörige Portion Drill.

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Tochter und Vater...

Keine Sonderstellung

Kolonel Thierry Pirenne, der für die Grundausbildung für Offiziersanwärter in der belgischen Armee zuständig ist, machte dabei deutlich, dass sie wie jeder andere behandelt werden wird: „Eine Vorzugsbehandlung bekommt sie sicher nicht. Die Ausbildungen in Elsenborn sind intensiv, haben aber nicht zum Ziel, aus den Soldaten Rambos zu machen. Hier richtet sich alles danach, Führungskräfte auszubilden.“

Nach dem Grundkurs erhält sie das „Blaue Barett“ der Königlichen Militärschule und am 21. Juli 2021 wird die am Defilee zum belgischen Nationalfeiertag teilnehmen. Nach Abschluss dieses Jahres an der KMS in Brüssel wird ihr ein Zertifikat ausgestellt aber kein Diplom, weil sie dieser Ausbildung im Hinblick ihres Status als Thronfolgerin folgt und nicht als angehende Offizierin. Nach diesem militärischen Jahr wird Elisabeth wieder ins Ausland gehen, um dort an einer Universität zu studieren. 

Die Kronprinzessin bereitet sich bereits sportlich auf das Jahr an der KMS vor
rechten foto: koninklijk paleis

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