Nicolas Maeterlinck

Flämisches Parlament bläst 25 Kerzen aus

Am heutige Himmelfahrtsdonnerstag feiert das flämische Parlament sein 25-jähriges Bestehen. Vor einem Vierteljahrhundert, am 21. Mai, fanden die ersten Direktwahlen zu diesem Parlament statt. Wie alle anderen Feiern heutzutage musste auch dieser Jahrestag aufgrund der Coronakrise angepasst werden. "Das flämische Parlament wird dieser Krise Priorität einräumen. Aber sobald die hinter uns liegt, werden wir uns die Zeit nehmen, diesen symbolischen Jahrestag mit so vielen Flamen wie möglich in angemessener Weise zu feiern", erklärte Parlamentspräsidentin, Liesbeth Homans (N-VA).

Am 21. Mai 1995 gingen die Flamen zum ersten Mal zur Direktwahl der 124 Mitglieder des flämischen Parlaments an die Urnen. Zuvor waren die gewählten flämischen Mitglieder der Kammer und des Senats (die beiden Häuser des belgischen Parlaments) automatisch auch Mitglieder des damaligen Flämischen Rates (der 1980 im Zuge der Gründung der Regionen und Gemeinschaften im Zuge der belgischen Föderalisierung gegründet wurde).

Das Flämische Parlament besteht aus 124 Mitgliedern, die in allgemeiner Direktwahl für fünf Jahre gewählt werden: 118 werden aus den fünf Provinzen der Flämischen Region und sechs von den niederländischsprachigen Bürgern der Region Brüssel-Hauptstadt gewählt.

Seit 1995 fanden sechs flämische Direktwahlen statt. Die sechs Parlamentspräsidentschaften waren nacheinander Norbert De Batselier, Marleen Vanderpoorten, Jan Peumans, Kris Van Dijck, Wilfried Vandaele und Liesbeth Homans.

"In der Zwischenzeit ist das flämische Parlament gewachsen, ebenso wie seine gesetzgebende Macht, aber auch sein Einfluss als Zentrum der flämischen Demokratie", so die derzeitige Präsidentin. "Seit 25 Jahren ist das Flämische Parlament der Garant für die politischen Debatten und Entscheidungen, die der Zukunft Flanderns eine definitive Gestalt geben".

Aufgrund der Pandemie findet die Feierlichkeit in einem kleineren Rahmen statt. Liesbeth Homans (Foto) versichert, dass der Jahrestag aber noch "in angemessener Weise" gefeiert werden wird, sobald die Coronakrise vorüber ist. Um jedoch sicherzustellen, dass das Datum nicht unbemerkt bleibt, wird eine Videobotschaft der Präsidentin auf der Website des flämischen Parlaments und den damit verbundenen sozialen Netzwerken veröffentlicht.

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