Kindergärten in Flandern ab dem 2. Juni wieder geöffnet, mehr Schüler in Primar- und Sekundarschulen 

Darauf haben sich der flämische Landesbildungsminister Ben Weyts (N-VA), die Bildungsdachverbände und die Gewerkschaften nach stundenlangen Beratungen geeinigt. Allerdings ist dies nur eine Empfehlung. Bevor diese umgesetzt werden kann, muss erst noch der Nationale Sicherheitsrat grünes Licht geben.

Der flämische Bildungsminister Ben Weyts (N-VA) hat am heutigen Freitag mit den Sozialpartnern im Bildungswesen, also den Schulträgern und Gewerkschaften,  verhandelt, um herauszufinden, ob möglicherweise mehr Schüler vor Ende des Schuljahrs im Juni in die Schule zurückkehren könnten.

Ich denke, wir sollten so vielen Kindern wie möglich Hoffnung geben. Das heißt mit anderen Worten: So viele Schulen wie möglich wiedereröffnen.
Bildungsminister Ben Weyts

Gegenwärtig dürfen nur die Schüler des ersten, zweiten und letzten Jahres der Grundschule zur Schule gehen, ebenso wie die Schüler des ersten und sechsten Jahres der Sekundarschule und das auch nur teilweise. Für alle anderen gilt Fernunterricht. Nach der ersten Unterrichtswoche, sollte geprüft werden, ob diese Maßnahme auf das zweite und vierte Sekundarschuljahr ausgedehnt werden könnte. In der Zwischenzeit wurden aber immer mehr Stimmen laut, um die Kindergärten wieder zu öffnen und sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler - so begrenzt wie auch immer - noch in diesem Schuljahr zur Schule gehen können.

"Ich denke, wir sollten so vielen Kindern wie möglich Hoffnung geben. Das heißt mit anderen Worten: So viele Schulen wie möglich wiedereröffnen. Ich habe einen konkreten Verhandlungsvorschlag auf den  Tisch gelegt. Wir werden sehen, wo wir landen", sagte Ben Weyts, bevor er sich mit den verschiedenen Partnern im Bildungswesen traf. 

Erfolgreiche Verhandlungsrunde

Nach einem langen Gespräch einigten sich  Minister Weyts und die Sozialpartner auf folgendes: Beispielsweise empfehlen sie, dass die Kindergarten ab dem 2. Juni wieder vollständig geöffnet werden sollten und es ist beabsichtigt, den Schülern zu ermöglichen, mindestens die Hälfte ihrer Unterrichtszeit in der Grundschule zu verbringen. Die Schulen müssen selbst klären, wie sie dies möglich machen.

Es wird keine Entfernungsregeln für Vorschulkinder geben. In der Primar- und Sekundarschulbildung wird die 1,5-Meter-Distanz jedoch die Regel bleiben.

Ab dem 2. Juni dürfen Schüler des zweiten und vierten Jahrgangs der Sekundarstufe den Unterricht in der Schule wieder aufnehmen, so die Empfehlung. Die Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule an maximal 2 ganzen oder 4 halben Tagen pro Woche. Es ist beabsichtigt, im ersten, dritten und fünften Schuljahr mindestens einen weiteren Tag in der Schule zu verbringen.