Kein Trinkwasser in Overijse: "Der Wasserverbrauch hat sich verdoppelt, also gibt es Probleme"

Die ersten sommerlichen Temperaturen führten in Overijse (Provinz Flämisch-Brabant) zu Wasserknappheit. Im Zentrum und in der benachbarten Ortschaft Jesus Eik kam gestern Abend kaum noch ein Tropfen Wasser aus dem Wasserhahn. "Wir beobachteten einen extrem hohen Wasserverbrauch und das führte schließlich zu Wasserproblemen", hieß es bei ‚De Watergroep‘,dem größten Trinkwasserversorgungsunternehmen Flanderns. 

Donnerstagabend rief die Bürgermeisterin von Overijse die Einwohner ihrer Gemeinde auf, so sparsam wie möglich mit dem Leitungswasser umzuspringen. Sowohl im Zentrum von Overijse als auch in der Gemeinde Jezus-Eik verursachte die anhaltenden Dürre ein Problem beim Grundwasserstand und dem Wasserdruck. "Bei einigen Einwohnern läuft tatsächlich kein Wasser mehr aus dem Hahn", erklärt Bürgermeisterin Inge Lenseclaes (Overijse2002-N-VA). "Aber nicht nur im Zentrum von Overijse gibt es ein Problem, auch in der Gemeinde Jezus-Eik und auch lokal in Hoeilaart und Tervuren haben sie Probleme mit der Trinkwasserversorgung“.

Wasserverbrauch enorm gestiegen

Laut ‚De Watergroep‘ ist der Wassermangel vor allem auf den extrem hohen Wasserverbrauch am  gestrigen Feiertag zurückzuführen. Wegen der sommerlichen Temperaturen stellten viele ein Planschbecken für die Kinder auf.  "Wir hatten auch ein Problem mit den Produktionskapazitäten in der Region, aber die Wasserknappheit von gestern Abend ist davon unabhängig", sagt Kathleen De Schepper . "Wir haben gesehen, dass der Wasserverbrauch gestern doppelt so hoch war wie normal. Es hat in den letzten Wochen kaum geregnet, was bedeutet, dass die Regenwasserzisterne bei vielen Häusern leer ist. Also stellen die Menschen auf Leitungswasser um". 

Wir haben gesehen, dass der Wasserverbrauch gestern doppelt so hoch war wie normal.
Kathleen De Schepper ., 'De Watergroep'

Der Trinkwasserversorger hat in vergangene Nacht versucht, die Wasserressourcen so gut wie möglich wieder aufzufüllen. "Es ist nicht sicher, dass die Probleme am heutigen Freitag endgültig gelöst sind. Wir haben versucht, die Wasservorräte wieder aufzufüllen, sind aber nicht an der normalen Kapazität. Die Botschaft bleibt also bestehen: Gehen Sie weiterhin sparsam mit Wasser um und fangen Sie jetzt auf keinen Fall an, Ihren Garten zu bewässern oder Ihre Swimmingpools zu füllen. Denn nur so können wir sicherstellen, dass alle noch Wasser aus dem Wasserhahn bekommen". Die Feuerwehr bittet auch darum, so wenig Leitungswasser wie möglich zu verwenden. "Wegen des Wassermangels befürchtet die Feuerwehr, dass sie in Schwierigkeiten gerät, wenn irgendwo ein Brand ausbricht", warnt die Bürgermeisterin abschließend. 

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