Corona-Spucker in Antwerpen und Mechelen verhaftet

In Antwerpen und Mechelen wurden jeweils ein Mann und eine Frau nach einem Spuckvorfall am Donnerstagabend festgenommen. Die beiden wurden am Freitag vor den Untersuchungsrichter geführt und danach verhaftet. In den vergangenen zwei Monaten wurden Dutzende von Menschen verhaftet, weil sie während der Coronarpandemie Rettungsdienste oder Zivilisten anspuckten, -husteten oder -niesten.

In Antwerpen fand der Spuckvorfall am Eingang des Obdachlosenheims De Biekorf statt. Ein 54-jähriger Mann geriet in Schwierigkeiten mit der Stadtverwaltung, weil er sich weigerte, Abstand zu halten. Als ihm von einem Mitarbeiter des Empfangszentrums der Zutritt verweigert wurde, spuckte er dem Mitarbeiter ins Gesicht. Das Opfer trug eine Mundmaske, wurde aber in die Augen getroffen.

Besonders asoziales Verhalten

In Mechelen wurde eine 38-jährige Frau verhaftet, weil sie einen De Lijn-Fahrer angespuckt hatte. Sie verhielt sich dem Busfahrer gegenüber aggressiv, weil dieser am Bahnhof in Mechelen angehalten hatte und ausstieg, um sich von der Hitze zu erholen.

Die Staatsanwaltschaft Antwerpen sagt, dass sie solche Fälle sehr ernst nehme und bezeichnet das Verhalten als "besonders asoziales und sozial völlig inakzeptables Verhalten". In der vergangenen Woche wurden bereits die ersten Urteile gegen Corona-Spucker gefällt. Sie wurden zu Haftstrafen von bis zu einem Jahr verurteilt.

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