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Belgiens Innenminister: "Familienbesuch in Nachbarländern könnte früher möglich werden"

Innenminister Pieter De Crem (CD&V) ist überzeugt, dass die Grenzen noch vor dem 8. Juni geöffnet werden können, um Verwandte in den Nachbarländern zu besuchen. Am Dienstagabend erhält die Regierung dazu Empfehlungen von den Experten, die den Ausstieg aus den Coronabeschränkungen vorbereiten. Die Öffnung der Grenzen soll auf der Grundlage der Gleichbehandlung mit den Nachbarländern erfolgen.

Die Grenzen zu den Nachbarländern sind seit einiger Zeit für nicht lebensnotwendige Bewegungen geschlossen. Seitdem aber die Ausweitung der Familienkreise z.B. auf die Großeltern erlaubt wurde, kam die Forderung auf, den Grenzverkehr für Familienbesuche wieder möglich zu machen.

Auf dem Privatsender VTM sagte Innenminister De Crem, dass die Grenzkontrollen nicht vor dem 8. Juni aufgehoben würden. Doch wahrscheinlich sei, so der Christdemokrat, dass Familienbesuche außerhalb der Landesgrenzen schon früher wieder möglich würden.

Dabei müsse man auch die Situation in den Nachbarländern berücksichtigen, die sich intern von Region zu Region unterscheiden könne. Doch für De Crem müsse eine Entscheidung fallen, die für alle zur gleichen Zeit die gleiche ist.

Er glaubt auch, dass es im Falle eines zweiten Ausbruchs des Coronavirus keine Rückkehr zu den Sperrmaßnahmen geben wird. Die erste Reihe von Maßnahmen habe dazu geführt, dass wir uns in der Gesundheitssituation befänden, in der wir heute seien, so De Crem. Er betonte auch, dass wir solche Situationen wie in Spanien oder Italien nicht erlebt hätten. So seien die verfügbaren Krankenhausbetten jederzeit unter Kontrolle geblieben.

"Sollte es zu einer zweiten Welle kommen, würden wir meines Erachtens in einem anderen Szenario enden, nämlich dem des Tracking und Tracing", meint De Crem. Er hält es für "ausgeschlossen", dass wir zu früheren Sperrmaßnahmen zurückkehren würden.

Was das Gaststättengewerbe betrifft, so glaubt der Minister, dass eine Wiedereröffnung vor dem 8. Juni noch möglich sei.

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