Yorick Jansens

Neuer (kleiner) Infektionsherd in Limburg

In Sint-Truiden in Limburg wurde erneut eine höhere Zahl von Fällen neuer Coronainfektionen beobachtet. Das sagt der Virologe Marc Van Ranst in unserem Sender VRT. Konzentrationen von Infektionen werden jetzt aufgrund von mehr Tests und dem Kontakterkennungssystem schneller erkannt. Van Ranst macht sich vorerst keine Sorgen.

Jetzt, da Belgien mehr Tests zum Nachweis von Coronavirusinfektionen durchführt und auch die Dienste zum Nachweis von Kontakten aufgenommen wurden, sollte dieses Land ein besseres Bild davon bekommen, wo es so genannte Virus-Brutstätten gibt. Mit anderen Worten: Orte, an denen es bemerkenswert mehr Infektionen gibt als anderswo. Dieses System beginnt nun, langsam zu funktionieren.

"Es wird in der Tat immer übersichtlicher", sagt der Virologe Marc Van Ranst. "Man sieht oft vereinzelt einen Fall, aber manchmal mehrere Fälle an einem Ort. Das ist zum Beispiel in Limburg der Fall, in Sint-Truiden".

Sint-Truiden gehörte zu den am stärksten betroffenen Regionen des Landes in der Coronakrise. Das dortige Sint-Trudo-Krankenhaus musste sich auf die Hilfe der nahe gelegenen Krankenhäuser stützen, um mit dem Andrang fertig zu werden. Doch vorerst gibt es keinen Grund zur Panik. "Die Infektionen wurden vor 2 Tagen bemerkt", sagt Van Ranst. Innerhalb von 24 Stunden würde es etwa 30 Infektionen geben. "Doch im Moment führt es noch nicht zu zusätzlichen Krankenhausaufenthalten", so Van Ranst weiter. "Wir erfassen jetzt auch die leichteren Fälle häufiger als früher."

Meist gelesen auf VRT Nachrichten