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Sechster Jahrestag des Anschlags auf das Jüdische Museum von Belgien

An diesem Sonntag hat das Jüdische Museum von Belgien in Brüssel im Beisein des Brüsseler Oberrabbiners Albert Guigui des sechsten Jahrestags des Anschlags gedacht. Aufgrund der Coronakrise wurde es zu einer bescheidenen Zeremonie in einem begrenzten Kreis.

Die Gedenkveranstaltung fand im Hof des Jüdischen Museums von Belgien statt, wo auch die Tafel zum Gedenken an die vier Opfer des Anschlags hängt. Etwa zehn Personen nahmen an der Zeremonie teil. Philippe Blondin, der Vorsitzende des Museums, ergriff als Erster das Wort. Er sprach über die pädagogische Rolle des Jüdischen Museums, ein Ort, an dem kein Thema und keine Diskussion vermieden würde und an dem die Schülerinnen und Schüler frei seien, Fragen zu stellen.

Der Brüsseler Oberrabbiner Albert Guigui sprach ein Gebet für die Anwesenden und zündete mit ihnen einige Kerzen zum Gedenken an die Opfer an. Zuvor hatte er das Wort ergriffen und betont, dass der Kampf gegen den Terrorismus noch lange nicht beendet sei.

"Sie kämpfen weiterhin gegen unsere Demokratie. Wir dürfen heute mehr denn je nicht vergessen, dass Terrorismus auch bedeutet, dass es unsere Pflicht ist, für die Gleichheit der Menschen und gegen alle Formen von Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zu kämpfen", sagte Guigui.

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