Coronastatistik in Belgien: Der Trend geht nach unten - Sciensano rät von Hydroxychloroquin ab 

In den vergangenen 24 Stunden sind die Zahlen von Sterbefällen, neuen Ansteckungen und Krankenhauseinlieferungen in Zusammenhang mit dem Coronavirus in Belgien weiter zurückgegangen, wie das staatliche Gesundheitsamt Sciensano im Rahmen des täglichen Pressebriefings bekanntgab. Sciensano rät inzwischen von der Einnahme des Malariamittels Hydroxychloroquin gegen Covid-19 ab. 

In den vergangenen 24 Stunden wurden 36 neue Patienten nach einer Coronainfizierung in ein Krankenhaus eingeliefert. 145 Patienten konnten das Krankenhaus wieder verlassen. Demnach konnten bisher 15.456 genesene Coronapatienten aus dem Krankenhaus entlassen werden. Derzeit werden 1.128 Patienten wegen Corona in einer Klinik behandelt, 220 davon auf Intensivstationen. Diese Zahl ging seit Dienstag um 29 Patienten zurück.

36 Patienten sind in den letzten 24 Stunden in Belgien an den Folgen einer Coronainfektion gestorben. Damit stieg die Gesamtzahl der Covid-19-Todesfälle in unserem Land auf 9.364 Menschen. Gleichzeitig wurden Sciensano 137 neue Infizierungen gemeldet, was die Gesamtzahl der Coronapatienten (erkrankte Menschen und Personen, die lediglich Symptome aufwiesen) auf 57.592 Fälle.

Sciensano rät vom Gebrauch von Hydroxychloroquin gegen Covid-19 ab

Das staatliche belgische Gesundheitsamt Sciensano rät vom Einsatz des Malariamittels Hydroxychloroquin gegen das Coronavirus bei der Behandlung von betroffenen Patienten im Zuge von medizinischen Behandlungen in Krankenhäusern ab.

Das Institut beruft sich dabei auf jüngste Untersuchungen der Belgischen Bundesagentur für Medikamente (FAGG), nach denen Hydroxychloroquin in mindesten 8 Fällen in unserem Land bei Coronapatienten äußerst schwere und lebensbedrohende Nebenwirkungen ausgelöst hat. In drei Fällen erfolgte nach der Einnahme dieses Mittels akutes Herzversagen, was aber glücklicherweise nicht tödlich war.

Laut FAGG wirkt sich  Hydroxychloroquin auf den Herzrhythmus aus. Dies ist auch aus einer Studie ersichtlich, die Ende letzter Woche in der britischen medizinischen Zeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde, aufgrund der auch die Weltgesundheitsorganisation WHO von der Behandlung von Coronapatienten mit Hydroxychloroquin abgeraten hatte. 

Debajyoti Chakraborty/NurPhoto

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