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Neue Kampagne soll mehr Geld für Behandlungen und Impfstoffe für alle  mobilisieren

An diesem Donnerstag hat die Europäische Kommission die nächsten Schritte im Rahmen der 'Coronavirus Global Response' angekündigt, der globalen Aktion für den universellen Zugang zu erschwinglichen Impfungen, Behandlungen und Tests gegen das Coronavirus. Der Spendenmarathon, der am 4. Mai begann, wird mit dem Start einer weiteren Kampagne mit der internationalen Organisation Global Citizen, "Global Goal: Unite For Our Future", fortgesetzt. Die Aktion gipfelt am Samstag, den 27. Juni, in einem Global Pledging Summit.

Gemeinsam mit Global Citizen wolle die Kommission „die Mobilisierung von Finanzmitteln verstärken, um die Welt in die Lage zu versetzen, diese Pandemie zu überwinden - und eine weitere zu vermeiden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Kommission.

Belgien gehört zu einer großen Handvoll Länder, die bereits ihre Unterstützung für diesen zweiten "Spendenmarathon" für eine globale Reaktion auf das Coronavirus angekündigt haben.

Während der Geberkonferenz vom 4. Mai und in den Wochen danach wurden bis heute 9,8 Milliarden Euro aufgebracht, die größtenteils aus Zusagen der Europäischen Kommission selbst, der Europäischen Investitionsbank (EIB) und der Regierungen (einschließlich einer Zusage Belgiens in Höhe von 27 Millionen Euro) stammen. Doch die UNO schätzt, dass insgesamt das Vier- bis Fünffache dieses Betrags benötigt wird, um einen Impfstoff in allen Teilen der Welt verfügbar zu machen.

"Wir brauchen immer noch mehr Unterstützung und mehr Ressourcen", sagte die Präsidentin der Europäischen Kommission an diesem Donnerstag. Unter der Schirmherrschaft der Deutschen ist daher heute eine neue Kampagne lanciert worden. Diese wird von der Aktionsplattform Global Citizen geleitet, die mit dem Online-Festival "One World: Together At Home" bereits 127 Millionen Euro gesammelt hat. Für die Kampagne kann Global Citizen auf die Hilfe von Stars wie Lady Gaga, Miley Cyrus, Justin Bieber und Coldplay zählen. Die philanthropischen Stiftungen amerikanischer Milliardäre wie Bill Gates und Michael Bloomberg sind ebenfalls Partner.

"Das Geld, das wir aufbringen werden, wird zur Finanzierung von Früherkennungsprogrammen, Behandlungen und Impfstoffen für alle verwendet", so die Kommissionspräsidentin an diesem Donnerstag auch noch.

Am Samstag, 27. Juni, gipfelt die Kampagne in einem Global Pledging Summit. Präsidentin von der Leyen wird den Vorsitz des Gipfels führen.

Die Kampagne wird von zahlreichen Ländern unterstützt

Die Partnerländer von Coronavirus Global Response - Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, Mexiko, Marokko, Neuseeland, Norwegen, Österreich, Saudi-Arabien, Südafrika, Spanien, die Vereinigten Arabischen Emirate und das Vereinigte Königreich - sowie die Europäische Investitionsbank unterstützen die Kampagne. Es wird erwartet, dass sich weitere Länder anschließen werden.

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