Milliardär Marc Coucke überlässt Medienmagnat Wouter Vandenhoute das Steuer beim RSC Anderlecht

Seit Januar war Wouter Vandenhoute bereits als externer Berater für den Brüsseler Erstligisten tätig. Weil es seit der Übernahme durch Marc Coucke mit dem Rekordmeister bergab ging, war ein neues Führungsteam um den ehemaligen Mittelstandsverbandspräsidenten Karel Van Eetvelt zusammengestellt worden. Jetzt übernimmt Medienmagnat Vandenhoute die Rolle des Vereinspräsidenten. Coucke bleibt als wichtiger Aktionär bei Anderlecht am Ball.

Vandenhoute ist der Boss der Fernsehproduktionsgesellschaft Woestijnvis, der Radsportorganisation Flanders Classics und der Fußballspieleragentur Let’s Play.  Seine neue Rolle als Vereinspräsident haben ihn veranlasst, seine Anteile an Let’s Play zu verkaufen.

Karel Van Eetvelt wird dem Verwaltungsrat seinen Sanierungsplan „RSCA 2020-2025“ unterbreiten. Ziel ist es, den Verein finanziell zu sanieren.

Anderlecht hat ein miserables Jahr hinter sich und erreichte in der wegen der Coronakrise vorzeitig beendeten Saison nur den achten Platz (43 Punkte i. V. zu Club Brügge mit 70 Punkten und neuer Meister).

Coucke, der sein Geld mit rezeptfreien Apothekenprodukten verdient hat, kaufte den RSCA vor zwei Jahren. Verträge mit Fußballgrößen wie Vincent Kompany (unten rechts) oder Nasser Chadli brachten nicht den erhofften Erfolg, im Gegenteil.

Kompany, Nationalspieler und Ex-Kapitän von Manchester City, wird auch unter Vandenhoute weiter in den Klub investieren und ihm nach Juni 2022 verbunden bleiben. Das sei eine der besten Voraussichten für den Klub unter dem neuen Präsidenten, sagt Fußballanalyst Peter Vandenbempt vom VRT-Rundfunk. Anderlecht setzt in Zukunft auch wieder verstärkt auf seine Jugendspieler.

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