Nicolas Maeterlinck

"Wenn die Gastronomie wieder öffnen darf, enden die Ausgleichszahlungen"

Wenn die Gastronomie-Betriebe in Belgien nach dem Corona-Lockdown wieder öffnen dürfen, dann laufen die staatlichen Ausgleichszahlungen für die, die zur Schließung gezwungen waren, aus. Dies teilte Bundeswirtschaftsministerin Hilde Crevits (CD&V) mit. Der hiesige Gastronomieverband hatte gefordert, dass den Gastronomen, die nur schwerlich oder gar nicht öffnen können, weil sie Schwierigkeiten damit haben, den Corona-Auflagen zu entsprechen, länger von solchen Prämien profitieren sollten. 

„Die Verlustprämien wurden den Unternehmen gewährt, die verpflichtet wurden, zu schließen. Das bedeutet, das ab dem Moment, ab dem man wieder öffnen kann, die Prämien wieder wegfallen. Es gab auch Bekleidungsgeschäfte, die noch nicht öffnen konnten, als dies wieder erlaubt war, doch die Zahlungen stoppten auch für sie. Das gleiche gilt auch für das Hotel- und Gaststättengewerbe“, so Wirtschaftsministerin Crevits am Dienstag.

Unter anderem der flämische Gastronomieverband Horeca Vlaanderen hatte gefordert, dass die Unterstützungsmaßnahmen für die weiterlaufen sollen, die eine derzeitige Wiedereröffnung nicht oder noch nicht für möglich erachten.

Doch die Ministerin geht auf diese Forderung nicht ein. Für kleinere Cafés, Kneipen oder Restaurants, die z.B. keine Terrasse haben oder deren Räumlichkeiten kein umsatz- oder gewinnbringendes Geschäft ermöglichen, könnte dies das definitive Aus bedeuten, wie die Gastronomieverbände in Belgien glauben. 

Trotz einer eventuellen Öffnung der Gastronomieunternehmen am 8. oder am 15. Mai würden noch immer 25 % aller Betriebe in diesem Sektor existentielle Probleme haben, auch wenn sie bis zum Ende dieses Sommers noch 50 % ihrer üblichen Einnahmen generieren würden, so eine Studie zum Zustand und zur Zukunft des hiesigen Gaststättengewerbes.

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