Rocklegende Arno nach Operation wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs: 20 Kilo leichter, eine Figur „wie ein Chippendale“

Arno macht wieder Musik und genießt Brüssel in Coronazeiten. Nach einer Chemotherapie und einer Operation wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs geht es dem 71-Jährigen besser. Das erzählte der in Oostende geborene und in der Brüsseler Altstadt lebende Sänger der StuBru-Radiojournalistin Michèle Cuvelier.

Kurz nach seiner Operation war die Corona-Pandemie ausgebrochen und konnte der Sänger sich in aller Ruhe in Brüssel von den Strapazen der Operation und der wochenlangen Chemotherapie erholen.

‚Alles O. K.“, fasste er seinen Zustand im Gespräch mit Michèle Cuvelier zusammen: „Ich habe 20 Kilo abgenommen und bin jetzt ein Chippendale“. Bereits nächste Woche wird er mit dem Brüsseler Rapper Zwangere Guy ins Studio gehen. Mit Mundschutz, selbstverständlich: „Wir werden einander nicht küssen, denn Guy ist schwanger“, witzelte der nie um kernige Sprüche verlegene Künstler.

Musik als Arznei

Seine ersten Auftritte sind für September geplant, vorausgesetzt die Corona-Schutzmaßnahmen machen ihm keinen Strich durch die Rechnung. „Ich möchte am liebsten wieder so schnell wie möglich auftreten, sonst werde ich verrückt. Musik machen hat eine heilsame Wirkung“, weiß der Sänger mit der Reibeisenstimme: „Adrenalin hat einen Boostereffekt für den Körper und mir fehlt diese Wirkung echt.“

Im November 2019 hatte Arno (Hintjens) die Krebsdiagnose erhalten und zunächst trotzdem weiter Musik gemacht, auch während der darauffolgenden Chemotherapie. Im Februar musste  Arno eine Konzertreihe in Frankreich, in den Niederlanden und in der Schweiz dann doch absagen, weil die Operation bevorstand.

International bekannt wurde die belgische Rocklegende in den 1980er Jahren mit seiner Band TC Matic. Ab 1986 trat er als Solokünstler auf und bekam zahlreiche Auszeichnungen, u. a. auch für seine Verdienste um das französische Chanson

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