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Hamstern und horten: Delhaize verkaufte 40 Millionen WC-Rollen auf dem Höhepunkt der Coronakrise

Die Supermarktkette Delhaize und andere Warenhäuser haben das Hamsterverhalten der Verbraucher im März und April unter die Lupe genommen. 40 Millionen WC-Rollen sind vier Mal mehr Rollen als in normalen Zeiten. 

Ein anderes Produkt, das die Verbraucher sich fast aus den Händen rissen, war Mehl. Wer zu Hause bleiben musste, verbrachte mehr Zeit mit Kochen und Backen.

Auch der VRT-Rundfunk konnte das veränderte Verbraucherverhalten an den Zuschauervorlieben ablesen: Die Website der Kochshow Dagelijkse kost verzeichnete Besucherrekorde. Insbesondere riefen die Surfer die Webseite über Brotbacken auf. Delhaize bekam den Trend unmittelbar zu spüren und verkaufte mitten in der Coronakrise pro Woche eine Million Pakete Mehl – statt der gewohnten 300.000 Pakete wöchentlich.

Eine Umfrage der Radio-1-Sendung De wereld vandaag am 22. April brachte ans Licht, dass der Ottonormalverbraucher es auch auf Haarschneidegeräte, Trampoline, Hefe und Wein abgesehen hatte.

Die Supermarktkette Colruyt stellte eine Verdreifachung des Hefeverkaufs fest. Bei Lidl wiederum nahm der Verkauf von Bier, Wein und Chips um 15 Prozent zu. Festlichere Getränke wie Champagner und Sekt hatten das Nachsehen. Weniger Umsatz gab es auch beim Rasierschaum und bei Rasiermessern. Der Corona-Bart sorgte für einen Umsatzrückgang dieser Produkte von sage und schreibe 20 % bei Delhaize.