Staatsanwaltschaft Brügge will untersuchen, ob Tatverdächtiger im Fall McCann mit Mord an Carola Titze zu tun hat

1996 wurde die 16-Jährige Carola Titze aus Vechta in Niedersachsen in der Küstenstadt De Haan ermordet. Wenige Tage vor ihrem Tod soll sie in einer Diskothek einen jungen Ostdeutschen kennengelernt haben. 

Carola Titze verschwand am 5. Juli 1996. Sie war zu einem Strandspaziergang aufgebrochen und kehrte nicht mehr zu ihrer Familie zurück. Etwa eine Woche später fanden belgische Marinesoldaten, die an der Suchaktion beteiligt waren, die schwer zugerichtete Leiche in den Dünen, nur 200 Meter von der Ferienwohnung entfernt.

Die Untersuchungen spitzten sich von Anfang an auf den jungen Mann zu, den Carola wenige Tage zuvor in einer Diskothek kennengelernt hatte. Dieser hatte einen ostdeutschen Akzent und hatte ihr gegenüber mit seiner kriminellen Vergangenheit geprahlt. Obwohl ein Phantombild angefertigt wurde, konnte der Mann nicht identifiziert werden. Die Ermittlungen im Mordfall Carola Titze wurden 2016 abgeschlossen.

Trotzdem wird die Akte immer wieder erneut hervorgeholt, wenn andere Kriminalfälle untersucht werden. Auch bei den Ermittlungen gegen die Serienmörder Michel Fourniret und Ronald Janssen wurde überprüft, ob diese den Mord an Carola Titze begannen haben könnten.

Die folgenden Aufnahmen zeigen das Phantombild des damals gesuchten Deutschen und Bilder der Suchaktion, die damals in De Haan stattfand. 

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