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Flämisches Maßnahmenpaket um Unternehmen und gefährdeten Familien durch die Krise zu helfen

Die flämische Regierung hat eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, um Unternehmen und gefährdeten Familien zu helfen, die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise zu bewältigen. Unternehmen, deren Umsatz nur 60% des Umsatzes im Vergleichszeitraum des Vorjahres beträgt, erhalten einen Monat lang 2000 Euro Beihilfe. Die Unterstützungs- und Ausgleichszahlungen von 160 Euro pro Tag wird für Unternehmen verlängert, die noch geschlossen bleiben müssen. Darüber hinaus wurden drei Maßnahmen angekündigt, um gefährdeten Familien zu helfen. So wird unterem für Niedrigverdiener vorübergehend ein zusätzliches Kindergeld in Höhe von 40 Euro pro Kind und Monat gezahlt. 

Die Pressekonferenz vom Montag war die letzte einer Reihe von Pressekonferenzen, während denen die flämische Regierung in den vergangenen Monaten Maßnahmen angekündigt hat, die dazu beitragen sollen, Flandern nach fast drei Monaten Lockdown wieder auf die Beine zu bringen.

Der neue "Entschädigungszuschuss" in Höhe von 2.000 Euro für einen Monat wird an Unternehmen und Geschäfte vergeben, die wiedereröffnet haben, deren Umsatz einen Monat nach der Wiedereröffnung jedoch um mehr als 60% unter dem im Vorjahr liegt. 

Dies wäre zum Beispiel der Zeitraum zwischen dem 11. Mai und dem 11. Juni für ein Geschäft und dem 8. Juni bis zum 8. Juli für eine Kneipe oder ein Restaurant. Die christdemokratische flämische Wirtschaftsministerin Hilde Crevits (CD&V, Foto) betonte, dass dies die "letzte akute Intervention" seitens der flämischen Regierung sein werde.

Außerdem wurde die Unterstützungs- und Ausgleichszahlungen in Höhe von 160 Euro/Tag für Unternehmen, die wegen der Corona-Richtlinien noch nicht in der Lage sind den Betrieb wieder aufzunehmen, verlängert.

Gutschein und mehr Kindergeld

Neben der Finanzspritze für Unternehmen kündigte die flämische Regierung auch ein Maßnahmenpaket in Höhe von 15 Millionen Euro an, um den am stärksten gefährdeten Familien zu helfen.

  • Familien, deren monatliches Einkommen unter 2.213 Euro liegt, erhalten zusätzlich zum Kindergeld eine vorübergehende Sonderzahlung von 40 Euro pro Kind und das die kommenden drei Monaten.
  • Die lokalen Behörden können ein Gutscheinsystem einführen, um gefährdeten Familien und Familien mit geringem Einkommen zu helfen. Die flämische Regierung machte allerdings zur Bedingung, dass diese Gutscheine in der lokalen Wirtschaft ausgegeben werden müssen, zum Beispiel in lokalen Geschäften. 
  • Den lokalen Behörden werden insgesamt 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, die sie nach eigenem Ermessen ausgeben können, um den Bedürftigsten zu helfen. Davon werden 13,5 Millionen Euro unter den 300 Gemeinden in den 5 flämischen Provinzen verteilt und 1,5 Millionen Euro gehen nach Brüssel.

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