Neue Corona-Richtlinien: Alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist. Auch Kneipenbesuch

Am heutigen Montag entspannen sich die Coronakrise und die damit verbunden Verhaltensrichtlinien. Kurz zusammengefasst: Alles ist wieder erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist. Gaststätten, also Kneipen und Restaurants, haben ihre Türen nach drei Monaten endlich geöffnet. Ein Besuch im Fitnessstudio ist wieder möglich, um die so genannten Corona-Kilos weg zu trainieren und Belgier dürfen statt vier jetzt zehn Personen treffen. Die neue Phase der Ausstiegsstrategie aus der Coronakrise im Überblick.    

  • Die so genannte "Blase" der Kontaktpersonen kann von vier auf zehn Personen erweitert werden. Jede Woche kann sich diese Gruppe ändern. Die Regel gilt pro Person.
  • Kneipen und Restaurants können wieder Kunden empfangen, sofern sie bestimmte Bedingungen erfüllen. Zum Beispiel müssen alle Tischen mindestens eineinhalb Meter voneinander entfernt sein, jeder Kunde muss am Tisch bedient werden und die Kellner müssen Mundmasken tragen. Cafés und Nachtläden können bis 1:00 Uhr nachts geöffnet bleiben.
  • Im Kulturbereich können Aktivitäten ohne Publikum wieder stattfinden, wie zum Beispiel Proben.
  • Auch sportliche Aktivitäten, einschließlich Fitness, können wieder aufgenommen werden. Kontaktsportarten - wie z.B. Fußball - müssen jedoch auf Training ohne Körperkontakt beschränkt werden. Schwimmbäder bleiben geschlossen, in Naherholungsgebieten mit Seen und Teichen ist es grundsätzlich wieder erlaubt zu schwimmen.
  • Massagesalons können wieder in Betrieb genommen werden und auch Sexarbeit ist wieder erlaubt, wenn auch immer mit Sicherheitsmaßnahmen. Saunen und Wellness-Zentren bleiben geschlossen.
  • Belgier können auch wieder an einem Gottesdienst besuchen, jedoch mit maximal 100 Personen und dem nötigen Abstand.
  • Inlandsreisen sind ab heute wieder erlaubt. Campingplätze und Ferienparks sind wieder geöffnet, Vermietung über Plattformen wie AirbnB ist wieder möglich.
  • Viele andere Aktivitäten sind ebenfalls erlaubt, wie z.B. Flohmärkte unter freiem Himmel (bis zu 50 Stände), das Ausleihen von Freizeitgeräten wie Go-Karts oder einfach das Sitzen auf einer Parkbank.
  • Die Grundschulen sind wieder für alle Schüler geöffnet, also auch für die dritte, vierte und fünfte Klasse. Bereits am vergangenen Freitag fand ein Testtag statt. Zuvor durften bereits alle Schüler der ersten, zweiten und sechsten Klasse der Grundschule, der Kindergärten und der mehrere Klassen der  Sekundarschule wieder zur Schule gehen.

Was sich nicht ändert, sind die wichtigen Hygienemaßnahmen. Wir müssen uns weiterhin grüßen, ohne einander die Hand zu reichen oder zu küssen. Die Aktivitäten sollten vorzugsweise im Freien oder, falls das nicht möglich ist, in gut belüfteten Räumen stattfinden. Für Personen aus Risikogruppen müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Der Sicherheitsabstand gilt auch weiterhin, außer für Mitbewohner, Kinder unter zwölf Jahren und Personen aus der "Blase".

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