Michel Preud‘homme setzt einen Schlussstrich unter seine Trainerlaufbahn

Der frühere belgische Nationaltorhüter und langjährige Fußballtrainer Michel Preud’homme (61) beendet seine Trainerlaufbahn. In einem Interview mit dem TV-Sender seines aktuellen Vereins Standard Lüttich gab er zu verstehen, dass er dem Club weiter treu bleibe, doch sein Körper würde diese Tätigkeit nicht mehr erlauben.

Michel Preud’homme erzählte, dass er die Pause des Corona-Lockdowns dazu genutzt habe, zu überlegen, was er in der Zukunft noch machen wolle. Und dabei sei herausgekommen, dass er körperlich nicht mehr fit genug sei, um sich weiter den Herausforderungen eines Trainers einer Spitzenmannschaft zu stellen.

Preud’homme bleibt den „Rouches“ allerdings als Vizepräsident und als Investor im Rahmen des neuen Stadionprojekts (in das auch Axel Witsel und Marouane Fellaini investieren) erhalten. Michel Preud’homme begann seine fußballerische Laufbahn bei Standard Lüttich 1969 bei der Jugend. Von 1977 bis 1986 war er dort in der ersten Mannschaft. Danach spielte er bis 1994 bei KV Mechelen, um dann weitere fünf Jahre bei Benfica Lissabon im Tor zu stehen.

Von 1977 bis 1994 spielte er in der belgischen Nationalmannschaft, wovon er drei Jahre lang bei der U21 im Tor stand. Bei den „Roten Teufeln“ stand er insgesamt 58 Mal zwischen den Pfosten. Als Trainer und als technischer Direktor war er bei den verschiedensten Clubs im In- und Ausland aktiv: Benfica Lissabon, Standard Lüttich, AA Gent, FC Twente, Al Shahab und Club Brügge.

Mit Gent gewann er den belgischen Pokal, mit Twente den niederländischen Pokal und mit Al Shahab und mit Standard wurde er ebenso Meister, wie mit Club Brügge, wo er auch das Double schaffte. 

Michel Preud‘homme ist auch für hitzige Wortgefechte mit Schiedsrichtern bekannt...
Yorick Jansens

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