Limburger Unternehmen bauen am früheren Ford-Gelände in Genk einen Containerhafen

Die beiden Familienunternehmen Group Machiels und H.Essers aus der flämischen Provinz Limburg bauen gemeinsam auf dem ehemaligen Gelände des Ford-Werks von Genk einen neuen Containerhafen. Dieser Hafen soll den Containerverkehr mit Binnenschiffen über den Albertkanal in Richtung Antwerpener Hafen beschleunigen.

Die beiden Transport- und Logistikunternehmen Group Machiels und H.Essers gehören zu den Unternehmen, die auf dem ehemaligen  Ford-Werksgelände aktiv sind. Ziel ist, die Logistik weiter auszubauen und auf lange Sicht mehrere tausend Arbeitsplätze schaffen zu können. Die Lage direkt am Albertkanal ist dabei ideal und so entsteht dort in absehbarer Zeit der „Port of Limburg“, der sich nahtlos an den Genter Industriehafen anschließt.

Pro Jahr wollen die beiden limburgischen Logistikunternehmen bis zu 350.000 Container zwischen dem Antwerpener Hafen und dem Genter Binnenhafen verschiffen. Diese Container sollen per Lastwagen zum neuen Containerhafen gebracht werden, bzw. diesen in Richtung Hinterland verlassen. Der Port of Limburg wird über ein Containerterminal mit modernster Technik verfügen, soll aber auch Stückgut und Bulkware, sprich Massengut abfertigen können.

Group Machiels und das Stahlunternehmen Aperam sind die Besitzer und Betreiber des Binnenhafens von Genk (Haven Genk), der quasi direkt gegenüber dem neuen Containerhafen am anderen Ufer des Albertkanals liegt. Machiels und H.Essers werden das gesamte Areal des früheren Ford-Geländes erschließen und von dort aus dem gesamten Transportsektor der Provinz Limburg einen neuen Impuls geben.

Dabei wird auf Intermodalität gesetzt, denn der Standort verfügt über Anschlüsse an die Binnenschifffahrt, die Schiene und die Straße. Inzwischen sind die Abbrucharbeiten an den alten Ford-Gebäuden voll im Gang. Gleichzeitig beginnen die ersten Bodensanierungen und die ersten Infrastrukturarbeiten. Bis 2023 soll der Port of Limburg operativ sein, so die Planungen der beiden Logistikunternehmen.

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