Die Belgier konsumieren in diesen Coronazeiten deutlich mehr frische und biologische Produkte

Die Coronakrise hat in Belgien positive Auswirkungen auf das Geschäft mit Lebensmitteln aus biologischer Herstellung und frischen Produkten im Allgemeinen. Die Verbraucher in unserem Land legen wohl gerade deutlich mehr Wert auf gesunde und biologisch hergestellte Lebensmittel und auf frische Produkte wie Gemüse, Obst, Fleisch und Kartoffeln. Dies ergab eine neuen Studie des Flämischen Zentrums für Landwirtschaft und Fischereivermarktung (VLAM).

2019 belief sich der Gesamtumsatz für Bioprodukte im belgischen Bundesland Flandern auf rund 305 Mio. € und in ganz Belgien auf  779 Mio. €. In den vergangenen 10 Jahren sind die Umsätze in diesem Bereich in Belgien im Durchschnitt um 11% pro Jahr gestiegen bzw. um 98% im Zeitraum 2009 bis 2019, wie das VLAM mitteilt.

Dieses starke Wachstum steht in deutlichem Widerspruch zur eher zurückhaltenden Entwicklung im gesamten Umsatz im Lebensmittel Bereich: +0,8% im Durchschnitt per Anno in den vergangenen 10 Jahren. Inzwischen kaufen die belgischen Verbraucher häufiger Bioprodukte und sie gehen zudem auch häufiger Einkaufen, um frische Produkte zu erwerben, so die Studie.

Der globale Anteil von Bioprodukten im Einzelhandel in Belgien erreichte im vergangenen Jahr 3% des Gesamtvolumens. Der Bioanteil unterscheidet sich aber deutlich von Produkt zu Produkt. Fleischersatzprodukte haben den größten Bioanteil (20%), gefolgt von Eiern (9%) und Gemüse (6%). Fleischprodukte liegen ganz hinten mit dem geringsten Bioanteil (weniger als 1%).

Die Anzahl der Bioreferenzen (die Zahl der Bioprodukte im Handel) nimmt in Belgien seit geraumer Zeit jedes Jahr zu und belief sich letztes Jahr auf rund 14.000 Produkte. Diese hohe Zahl weist auf eine deutliche Erweiterung der Biopalette hin. Heute gibt es für fast jedes Produkt eine Biovariante in den Regalen der Einzelhandelsunternehmen in Belgien.

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