Die Grundwasserpegel in Flandern sind im Mai weiter gesunken

Die Grundwasserpegel sind im Mai an 85 % der Messpunkte im belgischen Bundesland Flandern weiter gesunken und befinden sich auf einem niedrigen bis sehr niedrigen Stand. Dies teilt die Flämische Umweltgesellschaft VMM mit. Im Mai sei es überall in Flandern „knochentrocken“ gewesen, so die Landesbehörde.

Die Niederschlagsmengen lagen lokal zwischen 1,6 und 28,9 mm pro Quadratmeter, während der Durchschnitt eigentlich bei 10 mm liegen müsste. In Ukkel bei Brüssel am Standort des Königlichen Wetteramtes KMI ist ein Durchschnitt von 66,5 mm für einen Monat Mai normal. Die letzten drei Monate März, April und Mai waren überall in Flandern zu trocken, so die VMM. 

Die Niederschlagswerte lagen so niedrig, wie seit Jahrzehnten nicht mehr und es ist deutlich zu trocken für diese Jahreszeit.

Allerdings brachten die ersten Junitage etwas Entspannung, denn es regnete teilweise heftig. Im Zentrum und im Osten von Flandern ließ dies die Grundwasserpegel zwar nicht wesentlich ansteigen, doch die Stände sanken nicht noch weiter.

Bis Mitte Juni erwarten VMM und KMI für Flandern Niederschlagsmengen von 4,7 bis 21,6 mm pro Quadratmeter: „Dadurch kann sich die Situation kurzfristig im Osten von Flandern verbessern.“

Im Westen des Landes bleibt die Lage aber weiter überwiegend viel zu trocken.

Langfristig bleibt die Situation für Flandern aber problematisch, denn es kündigt sich ein sehr trockener Sommer an, auf den das Land eigentlich nicht vorbereitet ist, zumal die letzten Sommer ebenfalls zu wenig Regen brachten und weil sich auch in Herbst und Winter nicht viel ergeben hat.

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