Pascal De Munck

Hunderte Uferschwalben bauen in Lillo bei Antwerpen ihre Nester

Der flämische Naturschutzverband Natuurpunt hat in Zusammenarbeit mit den Antwerpener Hafenbehörden in der Ortschaft Lillo im Norden von Antwerpen eine Ufermauer an der Schelde abgegraben. Seit Anfang März bauen hier Uferschwalben ihre Nester. Inzwischen wurden über 950 solcher Nester gezählt, was diese Kolonie zur größten ihrer Art macht, die es in Belgien je gegeben hat.

Uferschwalben graben etwa 80 cm tiefe Nester in den Uferwänden. Dass ihnen Natuurpunt und der Antwerpener Hafen eine künstliche Möglichkeit bieten, in Lillo zu brüten, haben diese Schwalben angenommen und sie machen in großer Zahl davon Gebrauch, wie Natur- und Vogelschützer Ludo Benoy gegenüber dem VRT-Sender Radio 2 erzählte: „Als die ersten Schwalben aus Afrika nach Belgien kamen, haben sie sofort die Ufermauer inspiziert. Schon nach einigen Stunden waren die ersten Nester fertig.“

Inzwischen zählt diese Uferschwalben-Kolonie über 950 Nester. Sie ist damit die größte Kolonie von Uferschwalben, die es in Belgien jemals gegeben hat. Bald schlüpfen die ersten Jungen. Futter um sie großzuziehen gibt diese Gegend im Norden von Antwerpen auf jeden Fall: „Durch das gute Wetter sind hier ausreichend Insekten. Futter bestimmt meistens die Größe der Kolonie und das gibt es hier auf jeden Fall genug.“

Ziel ist, diese Ufermauer als Brutstätte für Uferschwalben in den kommenden Jahren zu behalten, so Benoy weiter: „Wir müssen sie aber jedes Jahr restaurieren, denn Uferschwalben suchen immer wieder neue Mauern. Nach der zweiten Brutperiode im September oder Oktober werden wir die Ufermauer optimal erneuern. Wir genau, wissen wir aber noch nicht genau…“ 

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