Corona in Belgien: Günstiger "R-Wert", Infizierungen stagnieren, weniger  Krankenhausaufnahmen

In den vergangenen 24 Stunden sind in Belgien 108 neue Infizierungen mit dem Coronavirus Covid-19 registriert worden. 10 Coronapatienten sind seit Donnerstag gestorben und 32 Personen mussten in einem Krankenhaus aufgenommen werden. Nach Ansicht der Virologen des Nationalen Krisenzentrums sind die Kurven derzeit nicht beunruhigend. Der "R-Wert" liegt in Belgien derzeit bei 0,87.

Bei diesem letzten täglichen Pressebriefing des Nationalen Krisenzentrums in Brüssel teilte das staatliche belgische Gesundheitsamt Sciensano mit, dass in den letzten 24 Stunden 108 neue Infizierungen mit Covid-19 gemeldet wurden. Das sind 24 Ansteckungen weniger als am Vortag. Insgesamt haben sich damit belgienweit mit Sicherheit 59.819 Bürger mit diesem Virus infiziert.

Seit Donnerstag wurden den Behörden 10 neue Sterbefälle mitgeteilt, von denen 7 aus Krankenhäusern gemeldet wurden und 3 aus Pflege- oder Seniorenheimen. Damit starben in unserem Land seit Mitte März 9.646 Menschen an Covid-19.

Nur 32 Personen wurden in den letzten 24 Stunden in ein Krankenhaus eingeliefert, während gleichzeitig 45 Patienten als genesen befunden ein solches wieder verlassen durften. Damit wurden belgienweit bisher insgesamt 16.498 Coronapatienten aus Krankenhäusern und Kliniken entlassen.

Im Augenblick werden noch 477 Covis-19-Patienten in diversen Krankenhäusern behandelt, 5 weniger als am Vortag. Davon befinden sich 89 auf Intensivstationen, 10 weniger als am Donnerstag. Von diesen wiederum werden allerdings 46 künstlich beatmet.

Der sogenannte „R-Wert“ oder auch Reproduktionswert liegt in Belgien nach Angaben des Krisenzentrums derzeit bei 0,87. Das bedeutet, dass eine mit Covid-19 infizierte Person 0,87 andere Leute anstecken kann. Würde dieser „R-Wert“ über 1 liegen, könnte sich das Virus exponentiell wieder verbreiten, doch das ist in Belgien schon seit einigen Wochen nicht mehr der Fall. 

Steven Van Gucht (Foto unten), Virologe des Nationalen Krisenzentrums, sagte zu dieser Entwicklung im Rahmen dieser wohl letzten täglichen Pressekonferenz in dieser Form: „Wir sehen eine Stagnierung der Zahl der neue Infizierungen, doch das wirkt sich nicht auf einen Anstieg der Krankenhausaufnahmen aus. Ich bin denn im Moment auch diesbezüglich nicht wirklich beunruhigt.“  

Virologe Steven Van Gucht beim letzten täglichen Corona-Pressebriefing

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