Flandern will eine zweite Corona-Welle lokal und digital vermeiden

Die flämische Landesregierung will eine zweite Welle des Coronavirus auf lokaler Ebene und auf digitalem Wege vermeiden. Dabei sollen mobile Einsatzteams und eine App eingesetzt werden, wie Landesgesundheits- und Wohlfahrtminister Wouter Beke (CD&V) am Freitag erklärte.

Beke legte am Freitag einen Plan vor, wie eine zweite Covid-19-Welle zu verhindern sei und was man ihr entgegensetzen kann, falls sie doch ausbrechen sollte. Die Herangehensweise dabei soll lokaler verlaufen, als bisher und es wird auf flämischer Landesebene eine App zum Einsatz kommen, die beim Kontaktverfolgen helfen soll.

Geplant sind 60 Zonen für den Ersteinsatz und sogenannte „Pflegegrade“, die zu den einzeln abgesteckten lokalen Zonen gehören. So sollen neue Virusausbrücke quasi vor Ort behandelt werden und so soll eine Kommunikation mit der flämischen Landesebene auf schnellstem Wege gewährleistet sein.

Hinzu kommen 15 mobile Teams, die aus Medizinern und Pflegern zusammengesetzt sind, die vor Ort den Krankenhäusern und eventuell betroffenen Pflegeeinrichtungen vorbereitend Hilfestellung bieten sollen.

In einer ersten Instanz bleiben Tests und Kontaktverfolgung die wichtigsten Mittel und dieses „contact tracing“ soll weiter verbessert werden, um eine weitere oder eine neue Ausbreitung des Virus zu vermeiden. Die App, die nach den Sommerferien dabei helfen soll, wird keine Daten oder Angaben von Personen beinhalten, die über keine solche App verfügen. Sie soll wohl aber nach riskanten Kontakten Meldungen versenden und Betroffenen raten, sich auf Corona testen zu lassen oder sich in Quarantäne zu begeben.

Die flämische Landesregierung hätte gerne eine einzige App für ganz Belgien gesehen, doch dazu brauchte es ein Kooperationsabkommen mit den anderen Ländern und Regionen, hieß es dazu. Zu allererst will Landeswohlfahrtsminister Beke den Flamen aber das „contact tracing“ über eine umfassende Sensibilisierungskampagne empfehlen.

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