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Virologe Piot: "Es wird keine große zweite Welle kommen, sondern ein gelegentliches Aufflackern“

Der flämische Professor Peter Piot (Foto), der die Europäische Kommission bei der Erforschung des neuartigen Coronavirus berät, äußerte sich gegenüber der VRT Nachrichtenredaktion, wie eine eventuelle zweite Corona-Welle bekämpft werden sollte. Zu Beginn der Pandemie in Europa im März infizierte sich Professor Piot selbst mit dem Coronavirus. Er ging in unserer sonntagmorgendlichen Talkshow „De zevende dag“ (dt.: „Der siebte Tag“) , dass es wohl unvermeidlich sei, dass das Virus zurückkehren wird.  

„COVID-19 wird nicht einfach über Nacht verschwinden. Ich glaube jedoch nicht, dass es noch eine einzige massive Welle geben wird, sondern eher ein Aufflackern hier und dort, wie wir es jetzt in China und Südkorea sehen, Länder, die als erste betroffen waren. Tatsächlich stehen wir erst am Anfang der Pandemie", erklärte Dr. Piot.

"Aber ich bin recht optimistisch, wie wir damit umgehen werden. Jetzt, da wir das Virus viel besser kennen, können wir schneller reagieren und dadurch die Ausbreitung der Epidemie begrenzen. Ich glaube, dass Deutschland eines der besten Beispiele dafür ist. Sie haben eine zentralisierte Politik (in Bezug auf das Virus), hatten schon früh große Testkapazitäten zur Verfügung, aber viele Entscheidungen wurden auch auf lokaler Ebene getroffen", fügte Professor Piot hinzu. 

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