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Exporte gingen im März um 7,5% zurück: Flämische Regierung hilft Exportwirtschaft

Die Coronakrise hat zu einem starken Rückgang der Exporte aus Belgiens Bundesland Flandern geführt. Im vergangen März sind die flämischen Exporte im Vergleich zum März 2019 um 7,5% zurückgegangen. Dies ist der stärkste Rückgang der Exporte seit der Bankenkrise 2008-2009. Unterdessen war der Rückgang der Importe sogar noch stärker, nämlich um 11,5% im März 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat. 

Die Exportzahlen stammen vom flämischen Ministerpräsidenten Jan Jambon (NV-A) und von Flanders Investment & Trade (FIT). Sie basieren auf den Export- und Importstatistiken der Belgischen Nationalbank (BNB). Die Exporte in die Nachbarländer sind am stärksten zurückgegangen. Die Exporte in die Niederlande und nach Frankreich gingen um 14% zurück, während die flämischen Exporte in das Vereinigte Königreich um 10% sanken. Die flämischen Exporte nach Italien sind im Vergleich zum März 2019 um massive 23% zurückgegangen.

Der Monat März war erst der Beginn der Coronakrise in Europa, und die meisten Länder waren nur etwa die Hälfte des Monats im Lockdown. Die Nationalbank prognostiziert, dass ihre Zahlen für April einen Rückgang der Exporte aus unserer Region um 24% im Vergleich zum April 2019 ausweisen könnten. Dies ist jedoch noch immer nur eine Prognose.

Traditionell entfallen 80 % der belgischen Exporte auf Flandern

In dem Bemühen, der Exportwirtschaft zu helfen, hat die flämische Regierung kürzlich den Exit-Plan von Flanders Investment and Trade genehmigt und wird 3 Millionen Euro an finanzieller Unterstützung bereitstellen. Das Geld wird unter anderem an flämische Unternehmen gehen, die ihre bestehenden Exportaktivitäten verstärken oder zum ersten Mal exportieren wollen.

Die flämische Regierung wird Unternehmen Zuschüsse gewähren, um ihnen die Teilnahme an internationalen Messen zu ermöglichen. Unternehmen, die an einer Messe innerhalb der EU teilnehmen, erhalten einen Zuschuss von 5.000 Euro, während diejenigen, die an einer Messe außerhalb der EU teilnehmen, 7.500 Euro erhalten. Der Export ist für die flämische Wirtschaft äußerst wichtig, ein Drittel aller Arbeitsplätze hängt davon ab.