Sozialistische Parteivorsitzende finden, Premier Wilmès (MR) müsse nun Koalitionsgespräche führen

Die Parteivorsitzenden der flämischen und frankophonen Sozialisten, Conner Rousseau (SP.A, links) und Paul Magnette (PS, rechts), haben ihre Runde von Sondierungsgesprächen mit den Parteivorsitzenden der zehn Parteien abgeschlossen, die der belgischen Minderheitsregierung mit Sondervollmachten während der Coronakrise Unterstützung angeboten hatten. Sie haben der belgischen Premierministerin Sophie Wilmès (MR, frankophone Liberale) einen Bericht über ihre Gespräche übergeben.

Rousseau und Magnette sind der Meinung, Regierungschefin Wilmès sei jetzt die am besten geeignete Person, um die Koalitionsgespräche über die Bildung einer neuen Bundesregierung zu leiten. Aus gut informierten Kreisen heißt es aber, die Premierministerin sei im Moment nicht bereit, dies zu tun.

Sie glaubt, die Ergebnisse der bisherigen Gespräche der sozialistischen Spitzenpolitiker böten kaum Garantien dafür, dass ein Versuch zur Bildung einer neuen belgischen Regierung, zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden kann.  Premier Wilmès (Foto unten, Bildmitte) ist der Ansicht, dass bis dahin noch einiges zu tun bleibe.

Mehr als ein Jahr nach den belgischen Parlamentswahlen Wahlen im Mai 2019 ist eine neue belgische Bundesregierung eindeutig noch in weiter Ferne. 

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