Warre Schelfhout / VRT

Enorme Einbrüche in Sachen Import und Export in Belgien

Die belgische Wirtschaft erlitt im Vergleich zum gleichen Vorjahresmonat im April einen Rückgang der Exporte um 24 % und bei den Importen um 28,6 % wie die Belgische Nationalbank (BNB) meldet. Diese Zahlen sind hoch und liegen nur etwas unter dem Durchschnitt in der Eurozone, der im April bei einem Export-Rückgang von 29 % lag. 

Im März, also zu Beginn der Coronakrise, lagen diese Rückgänge noch deutlich über denen des Folgemonats April, nämlich bei -6,1 % bei den Exporten und bei -8,8 % bei den Importen, doch die drastische Coronamaßnahmen traten in unserem Land erst in der Mitte des Monats in Kraft.

Nach Berechnungen der Nationalbank ist dies der stärkste Rückgang seit der Banken- und Finanzkrise im Jahr 2008.

In der gesamten Eurozone, also in den 19 Ländern in der Europäischen Union, in denen der Euro die nationale Währung ist, gingen die Exporte um durchschnittlich 29,3 % zurück, seit die Coronakrise ausgebrochen ist.

Diese Exporte gehen überall zurück, sowohl in Richtung anderer EU-Staate, als auch in Länder wie China, die USA, Russland oder Großbritannien.

Das trifft auch auf die Importe in die Eurozone hinein zu, denn diese gingen im April im Vergleich zum gleichen Monat im vergangenen Jahr um durchschnittlich 24,8 % zurück. 

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