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Über 400 Personen melden sich freiwillig zum Testen eines Impfstoffes gegen Covid-19

Der potenzielle Impfstoff wurde von dem belgischen Pharmalabor Janssen Pharmaceutica und der Muttergesellschaft Johnson & Johnson entwickelt. Noch nie haben sich so viele Freiwillige für eine klinische Studie gemeldet. Das berichten heute verschiedene flämische Tageszeitungen.

Der Test soll Mitte Juli stattfinden und somit zwei Monate früher als ursprünglich geplant. Zuerst müssen die Teilnehmer sich noch einer Untersuchung unterziehen. Der potenzielle Impfstoff wird an insgesamt 500 freiwilligen Personen getestet. Diese werden mit 1.500 Euro entschädigt. Die Teilnahme an der klinischen Studie birgt auch Risiken für die Testpersonen. Mögliche Nebenwirkungen werden bei der Einwilligung mitgeteilt und, sofern sie auftreten, behandelt.

Die Chancen, dass das belgische Pharmaunternehmen Janssen Pharmaceutica und die Muttergesellschaft Johnson & Johnson einen wirksamen Impfstoff entwickeln, liegen bei 50 Prozent, hieß es Anfang Juni am Geschäftssitz in Antwerpen.

Die Ergebnisse der Studie sollen Anfang 2021 verfügbar sein. „Wir hoffen, dass wir dann bereits die ersten Impfstoffe produzieren können“, sagt Unternehmenssprecher Tim De Kegel. Das Unternehmen will Zeit gewinnen, auch wenn diese Vorgehensweise nicht ohne Risiko ist: Die Entwicklung kann auch schiefgehen. Deswegen schätzt Janssen Pharmaceutika die Erfolgschancen auf 50 %. 

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