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Flandern: Immer mehr Verbraucher kaufen ihre Lebensmittel lokal ein

Im Laufe der Coronakrise haben sich immer mehr Flamen dazu entschieden, ihre Lebensmittel auf lokaler Ebene, sprich in der eigenen Stadt oder Gemeinde einzukaufen. Sie verzichten dabei auch auf den Gang zum Supermarkt. Die Landwirtschaft und die lokalen Produzenten sind erfreut und hoffen, dass das in Zukunft auch so bleibt.

Der Einzelhandel in den Städten und die Lebensmittelläden und  -produzenten in den kleineren Kommunen haben festgestellt, dass sich immer mehr Verbraucher in Flandern (und eigentlich in allen Landesteilen in Belgien) dazu entschieden haben, in der eigenen Umgebung einkaufen zu gehen.

Das betrifft z.B. Bäckereien und Metzgereien, den kleinen Lebensmittelladen um die Ecke und auch die Hofläden auf den Bauernhöfen. Die Unternehmer hoffen jetzt, dass das auch nach der Coronakrise so bleibt.

Liliane Driesen, die Sprecherin des Flämischen Zentrums für Agrar- und Fischereimarketing (VLAM) sagte zu dieser Entwicklung gegenüber VRT NWS: „Zwei von drei Produzenten in dieser kurzen Lebensmittelkette geben ab, dass sie höhere Umsätze verzeichnen. 83 % sagen auch, dass sie mehr neue Kunden haben, als normal.“

Eigentlich sollte im belgischen Bundesland Flandern im Frühjahr die „Woche der kurzen Kette“ stattfinden, doch auch dies musste der Coronakrise weichen. Jetzt aber kündigt das VLAM den „Sommer der kurzen Kette“ an, der bis zum 30. September laufen wird.

Dabei wird für den lokalen Lebensmittelhandel geworben und bei den lokalen Produzenten werden allerlei Aktivitäten rund um dieses Thema angeboten. Dies soll dabei helfen, lokale und regionale Produkte besser bewerben zu können. 

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