Bürgermeister von Brügge und Anwalt Dirk De fauw (CD&V) von Klienten niedergestochen: "Es geht mir aber ziemlich gut."

Die Messerattacke ereignete sich vor seiner Anwaltskanzlei am Samstagmorgen gegen 11.30 Uhr. Der Gesundheitszustand von Dirk de fauw ist inzwischen stabil. Die Polizei konnte den Täter schnell fassen.

Bei dem Angriff wurde der Bürgermeister vor seiner Anwaltskanzlei am Hals verletzt. De fauw konnte den Notarzt noch selbst anrufen. Sein Dienstwagenfahrer brachte ihn ins Krankenhaus. Nach einem Eingriff hat sich der Gesundheitszustand des Brügger Stadtvaters stabilisiert.

Der Polizei konnte sofort einen Verdächtigen festnehmen. Es handelt sich um einen Psychatriepatienten, für den der Anwalt bereits seit 15 Jahren die Vormundschaft ausübt, sagte die Ehefrau von de fauw, Ann Staelens. "Als mein Mann ihn anwies wegen Corona Abstand zu halten, zog er ein blitzschnell ein Messer."

Sohn Dieter de fauw sah, dass der Mann ein Schälmesser zückte und seinen Vater am Hals verletzte: "Zum Glück war sein Fahrer zur Stelle. Der konnte das Blut mit seiner Krawatte stillen." 

Der Verletzte ist im Krankenhaus sofort operiert worden und musste mit 24 Stichen am Hals genäht werden. "Glücklicherweise wurde mein Mann nicht lebensgefährlich verletzt und sind auch die Stimmbänder nicht beschädift worden", sagte seine Ehefrau weiter.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes. Sprecherin Céline d'Havé sagte, der Verdächtige werde am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt. "Der Täter hat an einer empfindlichen Stelle am Hals zugestochen. Der Bürgermeister hatte großes Glück."

Am Morgen noch mit der Kutsche durch Brügge, um den Tourismus anzukurbeln

Der Bürgmeister von Brügge hat inzwischen aus dem Krankenhaus reagiert: "Mir geht es wieder ziemlich gut. Ich möchte ausdrücklich dem Krankenhauspersonal vom AZ Sint-Jan für die hervorragende Versorgung danken. Und auch den vielen Menschen, die mir alles Gute und eine schnelle Genesung gewünscht haben.

Am Morgen war De fauw noch mit den Tourismusverantwortlichen in einer Kutsche durch Brügge gefahren, um den Neustart des Sektors in der Tourismushochburg zu unterstützen.  

stad brugge

Der Vorsitzende der christdemokratischen Partei Flanderns, Joachim Coens, reagierte bestürzt: „Wir waren alle sehr erschrocken. Dirk ist ein liebenswerter Mensch und niemand rechnet auch nur im Geringsten, dass so etwas passieren kann.“ Der CD&V-Vorsitzende wünschte dem Bürgermeister eine schnelle Genesung und seiner Familie viel Kraft.