Corona versetzt Kultur und Entertainment einen schweren Schlag : Auch Gigant Studio 100 braucht eine Perspektive

Studio 100 NV, der Muttergesellschaft des internationalen Unterhaltungsproduzenten aus Flandern, drohen infolge der Coronakrise Einbußen in Höhe von 80 Millionen Euro. Ein Umsatzverlust von rund 40 % klagt, Anja Van Mensel, Geschäftsführerin von Studio 100 Benelux.

Studio 100 NV, der Muttergesellschaft des internationalen Unterhaltungsproduzenten, drohen infolge der Coronakrise Umsatzeinbußen in Höhe von 80 Millionen Euro. Ein Verlust von rund 40 % klagt, Anja Van Mensel, Geschäftsführerin von Studio 100 Benelux.

Aufführungen für 200 Personen

Der nationale Sicherheitsrat vorläufig bis Ende August wieder Veranstaltungen für maximal 200 Personen erlaubt.

Musicals und andere Bühnenshows für 200 Personen veranstalten ist nicht machbar, so die Studio-100-Chefin: „Ein Musical wie 40-45 (Foto oben) vor einem Publikum von 200 Zuschauern aufführen, würde den finanziellen Verlust noch verschlimmern.“

Studio 100

Die Anfang der 1990er Jahre gegründete Produktionsgesellschaft ist heute einer der größten Spieler auf dem internationalen Entertainmentmarkt. Den Anfang machten der Fernsehansager des damaligen öffentlich-rechtlichen Rundfunks Gert Verhulst mit einem sprechenden Hund namens Samson. Später gründete Verhulst die Produktionsfirma Studio 100, die sich auf kinder- und familiengerechte Unterhaltung zulegte. Zu den beliebtesten Figuren gehören u. a. Kabouter Plop, Mega Mindy und das singende Mädelstrio K3.

Mit der Übernahme der in München ansässigen EM.Entertainment GmbH und ihren Rechten an ausländischen TV-Hits wie Heidi, Wickie, und Biene Maja gelang dem flämischen Medienunternehmen der internationale Durchbruch. Studio 100 hat ebenfalls das Merchandising seiner Figuren auf Kleidung, Schulwaren, Poster u. v. a.  ausgebaut.

In Belgien, Deutschland und in den Niederlanden betreibt das Unternehmen sieben Themenparks.