Antwerpen legt präventiv ein Wassernetz an, falls eine Trockenheit droht

Die Stadt Antwerpen plant den Bau eines Netzes für nicht trinkbares Wasser, um Bewässerungsmöglichkeiten zu haben, falls es zu trocken wird und die Trinkwasserreserven in Bedrängnis geraten. Mit diesem Wasser sollen z.B. Parks bewässert und Fontänen gespeist werden. Innerhalb der kommenden fünf Jahre soll eine Leitung aus Richtung eines Flusses in die Innenstadt führen. 

Antwerpen arbeitet derzeit Systeme aus, über die für den Fall eines zu trockenen Sommers Trinkwasser sparen sollen. Zum Bewässern von Parks und Grünanlagen und zum Speisen von Brunnen und Fontänen soll nicht trinkbares Wasser genutzt werden. Dieses Wasser soll über ein ganzes Netz laufen, das aus dem kleinen Fluss  't Schijn im Ortsteil Schijnpoort kommen.

Das Wassernetz soll den gesamten Innenstadtbereich versorgen. „Die Stadt will sich so auf Wasserknappheit und Trockenheit vorbereiten. Wir haben mehr als genug Wasser und diese Qualität reicht für die Brunnen und die Parks aus.“, so Antwerpens Umweltschöffe Tom Meeuws (SP.A).

Antwerpen verbraucht jährlich rund 27 Mia. Liter Wasser und das ist zu einem Großteil Trinkwasser. Dieses Trinkwasser soll nun für bestimmte Zwecke durch Wasser von minderer Qualität ersetzt werden, so Meeuws weiter. Im Bereich von 't Schijn fließen Millionen Liter Regenwasser und Abwässer über das Lobroek-Dock in die Schelde. Auch das Wasser von 't Schijn bleibt ungenutzt. Alleine auf diesem Wege fließen 80 Mio. Liter Wasser ab.

Die Wasserleitung, die von 't Schijn in Richtung Innenstadt führen soll, müsste laut Meeuw in den kommenden fünf Jahren fertiggestellt werden. Mittelfristig soll auch analysiert werden, ob man Wasser aus dieser Leitung nicht auch an Häuser weiterleiten kann, um z.B. die Toilettenspülung daraus zu versorgen.

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