Französisches Unternehmen springt in der Gepäckbehandlung für Swissport ein

Das französische Unternehmen Alyzia SAS erhält eine Lizenz für sechs Monate, um die Gepäckabfertigung von Swissair am Brüsseler Nationalflughafen in Zaventem abzuwickeln. Swissair musste vor einigen Tagen Konkurs anmelden. Das Unternehmen wird die Zeit überbrücken, die notwendig ist, um den Auftrag am Brussels Airport neu auszuschreiben.

In Brüssel gilt eine Regel, dass nur zwei Unternehmen eine Lizenz für die Gepäckbehandlung haben können. Swissport musste im Zuge der Coronakrise Konkurs anmelden. Zuvor wurde dem Konkurrenten Aviapartner noch mit einem Unterstützungspaket von Seiten des belgischen Staates unter die Arme gegriffen.

Alyzia SAS wird mit Zulassung der Luftfahrtbehörde des Bundesverkehrsministeriums ab dem 1. Juli die bisherigen Aufgaben von Swissport übernehmen. Swissport hatte rund 60 % der Gepäckabfertigung am Flughafen von Zaventem in Händen und hatte Brussels Airlines als wichtigsten Auftraggeber.

Das Unternehmen, dass mit rund 3.000 Beschäftigten bisher nur in Frankreich aktiv ist, genießt einen guten Ruf und bekam wohl auch deshalb den Zuschlag für Brüssel. Jetzt hoffen die Gewerkschaften bei Swissport, dass Alyzia neues Personal aus deren Personal anwirbt und ruft das Arbeitsamt VDAB dazu auf, in dieser Hinsicht ehemaligen Mitarbeitern zu Stellen zu vermitteln. 

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