Belgian Music Fund: Neuer Fonds soll Musiker während und nach der Coronakrise unterstützen

Die belgische Musikszene, die derzeit durch die Coronakrise schwer gebeutelt wird, lanciert ab sofort einen neuen Fonds zur Unterstützung von Musikern. Initiatoren sind die Musikantengilden GALM und FACIR sowie der Autorenrechtsverband Sabam und der Förderverband PlayRight+. Gemeinsam haben sie den Belgian Music Fund ins Leben gerufen, der zum Ziel hat, Musiker zu unterstützen, die durch Corona derzeit keine Verdienstmöglichkeiten mehr haben. Dieser Fonds soll aber auch nach dieser Krise aktiv bleiben.

Der Belgian Music Fund ist eine Art Wiederbelebungsfonds für Musiker aller Stilrichtungen in Belgien. Alle von der Krise betroffenen Musikanten dürfen sich an diesen Fonds richten, wie Tom Kestens (Foto unten), Popmusiker und Vorsitzender der flämischen Musikergilde GALM gegenüber VRT NWS angibt:

„Die Errichtung dieses Fonds ist die Kreativphase der zur Unterstützung von Künstlern geführten Arbeit. Schon vor der Coronakrise gab es eine Nachfrage nach mehr Mitteln, um z.B. Proberäume oder Aufnahmestudios zu buchen. Das Virus hat die Nachfrage deutlich beschleunigt.“

Das Besondere an diesem Fonds ist, dass es sich hierbei um eine Einrichtung von Musikern für Musiker handelt. Die Initiative geht vom belgischen Autorenrechtsverband Sabam for Culture, von der flämischen Musikantengilde GALM, vom frankophonen Musikantenverband FACIR und vom Förderverband für Musiker PlayRight+ aus.

Zum ersten Mal überhaupt arbeiten diese Verbände hier zusammen, Interessengruppen, die eigentlich sowieso zusammenarbeiten sollten. Der Belgian Music Fund wurde innerhalb der König Baudouin-Stiftung errichtet, denn diese Stiftung bietet generell ideale Rahmenbedingungen. Nicht zuletzt fördern hier viele gutverdienende Musiker über diese Stiftung ebenfalls notleidende Kollegen.  

Tom Kestens sprach beim VRT-Sender Radio 1 über den Belgian Music Fund