Die Modekette FNG und der Ölkonzern Gunvor streichen zahlreiche Stellen in Belgien

Die belgische Modekette FNG, zu der die Schuhladenkette Brantano und mehrere Marken, wie Fred & Ginger gehören, will Filialen schließen und ein Viertel seines Personals, rund 300 Mitarbeiter, entlassen. Der Ölkonzern Gunvor streicht in seiner Antwerpener Raffinerie bis auf weiteres 230 Arbeitsplätze.

Gunvor (die Gunvor Petroleum Antwerpen, kurz GPA-Group) streicht seine 230 Arbeitsplätze in Antwerpen, will aber seine dortige Raffinerie nicht schließen, sondern lediglich stilllegen. Damit sei bei einem Anstieg der Konjunktur und einer stärkeren Nachfrage nach Ölprodukten, sodass ein schnelles Wiederanfahren der Raffinerie jederzeit möglich ist. Bis auf weiteres sollen dort nur noch Unterhaltsarbeiten durchgeführt werden.

Wirtschaftliche Schwierigkeiten

Bei der belgischen Modekette FNG hingegen sieht die Schließung von 47 Filialen der dazu gehörenden Schuhladenkette Brantano und des Modemarke Fred & Ginger definitiv aus. Die gesamte Gruppe will in Belgien rund ein Viertel seines Personals entlassen. Das betrifft die Jobs von rund 300 Arbeitnehmern.

Die FNG-Gruppe, zu der in Belgien auch Marken und Läden von Marken wie Steps, Expresso, Claudia Sträter, CKS, Miss Etam oder Promiss gehören, befindet sich seit längerem in finanziellen Schwierigkeiten und hat beim Handelsgericht Mechelen Gläubigerschutz beantragt.

Die Gewerkschaften erheben schwere Vorwürfe gegen das Unternehmen. FNG sei nur durch kreditfinanzierte Übernahmen gewachsen und habe sich eben mit solchen Übernahmen übernommen. In diesem Zusammenhang habe es angesichts der sich anhäufenden Schulden kaum noch Mittel gegeben, um zu investieren und damit Jobs abzusichern.