Gwendolen Tee op Flickr.com (CC BY-NC 2.0)

Diversität: Die Stadt Löwen will weniger Rasenflächen und mehr Blumenwiesen

Die Universitätsstadt Löwen in der Provinz Flämisch-Brabant hat die in der Stadt ansässigen Unternehmen dazu aufgerufen, das Unkraut auf ihren Grundstücken stehen zu lassen. Mit der „ByeByeGrass charter“ soll für mehr Biodiversität gesorgt werden und für „weniger Langeweile“ auf den Grünflächen.

Löwen will dazu anregen, dass Gärten, Parks und die Grünflächen rund um Firmen und Unternehmen anders gestaltet werden, als bisher. Dahinter verbirgt sich auch der Gedanke, auf diesem Wege durch das so wachsense Unkraut für mehr Biodiversität zu sorgen, sprich für mehr Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, die letztendlich wichtig für das Bestäuben auch von Nutzpflanzen in der Landwirtschaft sind.

Auch die vielen einfachen Rasenflächen sollen im Rahmen der „ByeByeGrass charter“ zu Blumenwiesen umgewandelt werden, wie Löwens Schöffin für Grünflächen Lalynn Wadera (SP.A) dazu sagt: „Wir bitten darum, weniger zu mähen, damit das Gras besser wachsen kann. Wir schlagen auch vor, Blumensamen zu säen, denn dies hat auch positive Auswirkungen in Zeiten von Trockenheit.“

Daneben wirkt sich dies auch positiv auf die biologische Vielfalt aus, so Schöffin Wadera: „Wir sehen, dass viele Schmetterlinge und Bienen zu den Wiesen kommen, wo wir das Gras stehen lassen. Sie gedeihen dort viel besser und das ist gut für uns alle.“ Zu den bisherigen Unterzeichnern der Charta gehört auch die Löwener Universität (KU Leuven), die viele Anwesen auf dem Gebiet der Stadt besitzt oder verwaltet.