Flanderns Unis lassen aufgrund der Coronakrise in der Bewertung der Studierenden „Milde walten“

Einige flämische Universitäten wollen bei der Beurteilung ihrer Studierenden in diesen Coronazeiten am Jahresende etwas milder vorgehen. Der Abschluss dieses Studienjahres verlief auch in Belgien deutlich anders als vorgesehen. So wurden Klausuren in den verschiedensten Räumlichkeiten außerhalb der Unis organisiert und nicht selten wurden die Studierenden auch zu Hause geprüft. Das macht die Bewertungen zum Jahresende nicht unbedingt einfach, wie auch die flämische Tageszeitung Het Nieuwsblad feststellen konnte.

Wie die Universitäten in dieser Frage vorgehen, ist allerdings mitunter eine komplizierte Angelegenheit. An der Universität von Gent (UGent) z.B. werden die Noten für fast alle Studienrichtungen mit den Ergebnissen der beiden vergangenen Jahre verglichen. Erweisen sich die aktuellen Ergebnisse als schwächer, werden die Benotungen für alle Studenten nach oben korrigiert.

Die Universität von Antwerpen (UAntwerpen) will sich hingegen mit den Studierenden individuell befassen. Falls sich zeigt, dass ein Student den Anforderungen am Jahresende entspricht, auch wenn es kleine Probleme gibt, gilt das abgeschlossene Jahr als bestanden. Auch an der Freien Universität Brüssel (VUB) und an der Katholischen Universität von Löwen (KU Leuven) werden die Bewertungen anders vorgenommen, als gewöhnlich.

An der Erasmus-Hochschule in Brüssel finden die Bewertungen allerdings unverändert statt. Dort wurden die Beratungen für das Ende des Studienjahres schon in die Planungen im Zuge der Maßnahmen zu Beginn des Lockdowns mit einbezogen und deshalb musste sich hier nichts mehr ändern.