Heiße Tage auch in Belgien - Erste Vorsorgemaßnahmen getroffen

Das Königliche Meteorologische Institut KMI in Ukkel bei Brüssel warnt vor der großen Hitze in den kommenden Tagen und gibt bis zum kommenden Freitag „Code gelb“ aus. Diese Warnstufe gilt dann, wenn die Tagestemperaturen auf über 30°C steigen. In einigen Ländern und Regionen in Belgien wurden bereits die Hitze- und Ozonpläne hervorgeholt.

Bisher gilt der KMI-„Code gelb“ noch nicht für das ganze Land. An der belgischen Nordseeküste und in den südlicheren Provinzen Lüttich, Namur und Luxemburg werden so hohe Temperaturen vorerst noch nicht erwartet.

Doch im Norden und Westen des Landes werden anhaltende Werte von über 30°C erwartet und sowohl das belgische Bundesland Flandern, als auch die Region Brüssel-Hauptstadt haben ihre Hitze- und Ozonpläne aktiviert. Diese Pläne sollen dabei helfen, Risikogruppen vor allzu großer Hitze zu schützen.

Sie sorgen dafür, dass die Einrichtungen und Organisationen, die sich um die Schwächeren - Kinder, ältere Menschen, Kranke - kümmern, entsprechende Maßnahmen ergreifen. Die klassischen Aufrufe bleiben die gleichen wie in den vorangegangenen Jahren: viel trinken und sich selbst und seine Wohnung ausreichend kühl halten...

In einigen flämischen Städten gehen kommunale Mitarbeiter bei älteren und kranken Menschen vorbei, um nach dem Rechten zu sehen, z.B. in Mechelen und in anderen Kommunen rufen Sozialhelfer bei Personen, die zu Risikogruppen gehören, einfach an. Entsteht dabei der Eindruck, dass hier etwas nicht stimmt, wird ein Kollege dort vorstellig.

Die flämische Landesagentur für Pflege und Gesundheit und die Senioren- und Pflegeheime in Flandern sind hier ebenfalls aktiv geworden. Überall gilt der Aufruf, auf die Mitmenschen zu achten und zu melden, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Notfalls wollen die Behörden mit mobilen Airco-Geräten einspringen, wenn in der einen oder anderen Einrichtung die Temperaturen nicht in den Griff zu bekommen sind. 

Schon am Dienstag zeigten sich an einigen Messpunkten in Belgien Überschreitungen der europäischen Ozon-Informationswerte, wie die Interregionale Umweltbehörde Celine/Ircel) bekannt gab. Das war der Fall in Eupen in Ostbelgien, in Landen in Flämisch-Brabant, in Neder-Over-Heembeek in der Region Brüssel-Hauptstadt und in Corroy-Le-Grand in Wallonisch-Brabant.