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Flämisches Parlament richtet Sonderkommission ein, die das Management der Coronakrise zuerst in den Seniorenheimen untersucht

Die ersten Ergebnisse der Untersuchung sollen noch vor den Parlamentswahlen vorliegen. Der Vorsitzende der Sonderkommission, Björn Rzoska von den flämischen Grünen, erinnerte daran, dass die Epidemie die Bewohner der Seniorenheime am schwersten getroffen hat.

Die Sonderkommission nimmt ihre Arbeit an diesem Freitag auf und wird u. a. das Pflegepersonal anhören, gegebenenfalls auch anonym.

In einer zweiten Untersuchungsphase werden auch Wissenschaftler und Verwaltungsverantwortliche sowie der zuständige flämische Minister Wouter Beke (CD&V) geladen.

Nach den Parlamentsferien werden die flämischen Abgeordneten auch die Auswirkungen der Gesundheitskrise auf andere Sektoren unter die Lupe nehmen, u. a. das Unterrichtswesen, die Jugend- und Behinderteneinrichtungen.

Vorgesehen sind zwei Sitzungen pro Woche. Den Endbericht will Rzoska (Foto) Ende 2020 vorlegen.

Bundesparlament lässt sich zwei Monate Zeit, bevor die eigentliche Untersuchung beginnt

Wegen der Überschneidungen der Gesundheitsbefugnisse zwischen Bund und Ländern können auch interparlamentarische Sitzungen stattfinden.

Auch das Bundesparlament hat am frühen Freitagmorgen beschlossen, eine Kommission einzurichten, die das Management der Corona-Krise untersuchen wird. Die eigentliche Arbeit auf Bundesebene soll aber erst nach der Sommerpause beginnen.

Die Kommission hat zunächst zwei Monate Zeit, um festzulegen, was sie genau untersuchen soll.