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Belgischer Seenotdienst rettet 15 Flüchtlinge vor der Küste in De Panne

Der belgische Seenotdienst hat am frühen Samstagmorgen 15 Personen aus der Nordsee vor der Küste von De Panne gerettet. Die an Bord eines kleinen Bootes befindlichen Menschen hatten versucht, von Nordfrankreich aus Großbritannien zu erreichen, doch schon nach kurzer Zeit schlug das Boot leck und der Motor war ausgefallen.

Das Boot drohte zu kenterte und die 15 Insassen gaben einen Notruf ab, der den belgischen Notdienst 112 erreichte. Dieser kam von der französischen Seenotrettung in Grisnez. Die 112 gab den Anruf per Direkt weiter an das Maritime Rettungs- und  Koordinationszentrum MRCC in Ostende weiter. Der Anrufer hatte sich mit einem Mobiltelefon von Bord des Bootes gemeldet.

Zum Zeitpunkt des Notrufs befand sich das Boot noch in französischem Gewässer, trieb aber steuerungsunfähig mit der Strömung in Richtung Belgien, wie Dries Boodts vom MRCC gegenüber VRT NWS angab: „Das Boot lief voll Wasser und darum wurden auch belgische Rettungsboote eingesetzt. Diese haben die in Not geratenen Menschen gerettet.“ Entdeckt hatte das Boot der Migranten das belgische Rettungsschiff „Sirius“.

Das Boot, auf dem die 15 Migranten versucht hatten, die britische Küste zu erreichen, war nach Angeben der Rettungsmannschaft gerade einmal 1 m breit und 3 m lang. Es war gegen 4 Uhr am frühen Samstagmorgen in der Gegend von Dünkirchen ausgelaufen und schon angesichts von Windstärke 4 in Seenot geraten. Dann viel der Motor aus und ein Leck ließ Wasser einlaufen.

Bei den Insassen des Bootes handelte es sich nach Angaben des westflämischen Regionalfernsehens Focus/WTV um 9 Iraker, 4 Kuweiter und um jeweils einen Ägypter und einen Afghanen. Die Geretteten wurden nach Ostende gebracht.

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