Mit dieser Maschine kehrten die IS-Witwen mit ihren Kindern aus Richtung Istanbul nach  Belgien zurück

IS-Frauen nach ihrer Ankunft in Belgien sofort festgenommen

Drei Witwen von gefallenen IS-Kämpfern sind am Mittwochmittag bei ihrer Landung am Brüsseler Nationalflughafen von Zaventem direkt von der belgischen Polizei festgenommen worden. Sie werden nach eventuellen Verhören in Haftanstalten gebracht, denn alle drei Frauen wurden in Abwesenheit zu Haftstrafen wegen der Zugehörigkeit zu einer terroristischen Vereinigung verurteilt.

Tatiana Wielandt (27) und Bouchra Abouallal (26) wurden letztes Jahr jeweils zu fünf Jahren Haft verurteilt. Nadia Baghouri (28) bekam vier Jahre Gefängnis. Letztere kann gegen dieses Urteil aber noch Berufung einlegen. Die drei Frauen kehrten auf eigenen Wunsch aus Syrien zurück nach Belgien. Davor waren sie mithilfe von Schleusern in die Türkei eingereist. 

Sie wollten auch nach Belgien zurückkehren, damit ihre Kinder in Sicherheit aufwachsen können. Jahrelang hielten sie sich in syrischen Lagern auf. Die belgische Justiz und hiesige Politiker sind der Ansicht, dass es besser ist, sie legal und kontrolliert in ihre Heimat zurückkehren zu lassen, als das sie illegal einreisen. Alle drei Frauen haben die belgische Staatsangehörigkeit.

In ihrer Begleitung befanden sich insgesamt sechs Kinder, die teilweise in Belgien zur Welt kamen und teilweise aber auch in Syrien. Diese Kinder wurden dem Jugendamt übergeben, dass sie zuerst ärztlich untersuchen lassen wird. Danach wird geprüft, ob diese zur Obhut ihren Großeltern übergeben werden können.

Diese hatten sich in der Vergangenheit bereits dazu bereiterklärt. Die drei IS-Frauen hatten in einem Interview mit dem VRT-Kriegsberichterstatter Rudy Vranckx angegeben, nach Hause kommen zu wollen und ihre Strafe dort abzusitzen. Ob sie weiterhin Anhängerinnen des radikalen Islamismus sind, ist nicht bekannt. Solche Häftlinge können in den belgischen Gefängnissen einem De-Radikalisierungskurs folgen.

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