Ex-Proximus-CEO Leroy muss sich nicht vor Gericht verantworten

Die frühere Geschäftsführerin des belgischen Telekom-Multis Proximus, Dominique Leroy (Foto) muss keine Gerichtsverhandlung wegen Handel mit Vorkenntnis befürchten. Sie einigte sich mit der Staatsanwaltschaft auf einen Vergleich und auf die Zahlung einer gewissen Summe. Leroy hatte wegen dieses Vorgangs auf einen lukrativen Posten in den Niederlanden verzichten müssen und gab zunächst an, dass am Verdacht gegen sie nichts dran sei.

Dominique Leroy sah sich vergangenes Jahr dem Vorwurf von Aktienhandel mit Insiderwissen ausgesetzt. Sie hatte damals Aktien von Proximus im Wert von 285.000 € verkauft und dies nur einen Monat bevor sie ihren Wechsel zum niederländischen Unternehmen KPN bekannt gab, so sie in die Führungsriege aufgenommen werden sollte.

Lange hatte sie diesen Vorwurf zurückgewiesen, doch bei KPN wurde man damals hellhörig und sah wohl davon ab, Leroy aus Imagegründen einzustellen. So konnte die einen lukrativen Job dort nicht antreten. KPN ist ein börsennotiertes Telekomunternehmen in den Niederlanden. In diesem Fall ermittelte auch der belgische Börsenwachhund FSMA.

Jetzt aber wurde bekannt, dass sich Leroy mit der Staatsanwaltschaft in Brüssel auf eine Zahlung von 107.000 € geeinigt hat und dass sie danach nicht vor Gericht erscheinen muss. Die entsprechende Anklage wurde fallengelassen. 

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