Nicolas Lambert

Rund ein Drittel der mittelständischen Unternehmen hält an der Kurzarbeit in den Sommerferien fest

Eines von drei Unternehmen aus dem Mittelstand in Belgien gibt an, dass man in den Sommermonaten Juli und August weiter von der Möglichkeit der Kurzarbeit im Rahmen der wirtschaftlichen Corona-Unterstützungsmaßnahmen profitieren wird. Dies fand der Personaldienstleister SD Worx in einer Umfrage unter 1.011 Firmen- und Personalchefs heraus.

Laut der SD Worx-Umfrage ist die Not am kleinsten bei kleinen und mittelständischen Unternehmen mit weniger als 5 Mitarbeitern und in der Provinz Flämisch-Brabant. Bei entsprechenden Unternehmen und Kleinfirmen mit zwischen 20 und 25 Belegschaftsmitgliedern und in der flämischen Provinz Limburg ist das Bedürfnis, weiter auf die derzeitigen Kurzarbeits-Möglichkeiten zurückzugreifen, am höchsten.

Jedes dritte Unternehmen in Belgien wird also demnach im Juli und August weiter Kurzarbeit für einen Teil des Personals fahren. Nur wenige der befragten Unternehmer hat sich bisher noch nicht für oder gegen dieses System im laufenden Sommer entschieden. SD Worx schließt aus der gesamten Analyse, dass die Unsicherheit über den Impakt der Coronakrise im Vergleich zu einer ähnlichen Umfrage im April in Belgien leicht abgenommen hat.

Bei jedem 10. Unternehmen gilt Kurzarbeit derzeit an mehr als der Hälfte der Arbeitstage, bei jedem 5. Unternehmen ist wenige als die Hälfte des Personals davon betroffen. Bei etwa einem von 20 kleinen oder mittelständischen Unternehmen wird derzeit gar nicht gearbeitet, denn die gesamte Belegschaft ist in Kurzarbeit, so SD Worx.

Die zeitlich begrenzte Kursarbeit im Rahmen der Corona-Maßnahmen läuft in ihrer aktuellen Form in Belgien am 31. August aus. Hauptgründe für die Entscheidung, Kurzarbeit einzuführen, waren in erster Linie das Vermeiden von Kündigungen, zeitweise Kosten einsparen und ein Wegbrechen von Umsätzen und Einnahmen zu kompensieren. 

2016 Photothek

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