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Kongo hat Belgier ausgewiesen, die rassistische Äußerungen über Pierre Kompany gemacht hatten

Drei im Kongo lebende Belgier hatten auf Facebook rassistische Äußerungen und Beleidigungen gegenüber Pierre Kompany (Foto) veröffentlicht, dem amtierenden Bürgermeister der Brüsseler Gemeinde Ganshoren. Kompany ist der erste schwarze Bürgermeister unseres Landes. Er hatte von Belgien eine Entschuldigung für die Untaten während der Kolonialzeit gefordert. Das gefiel den drei Belgiern nicht. Der Kongo hatte sie daraufhin verhaftet und des Landes verwiesen. Inzwischen trafen die Drei wieder in Belgien ein. 

Pierre Kompany ist auch der Vater des weltberühmten belgischen Fußballspielers Vincent Kompany. Er hatte am 20. Juni auf der französischsprachigen Nachrichtenseite „7sur7 „den belgischen Staat und die königliche Familie aufgefordert, sich für die während der Kolonialzeit begangenen Gräueltaten zu entschuldigen.

Das gefiel einer Reihe von Menschen nicht so gut. Darunter auch drei Belgier, die im Kongo lebten und arbeiteten. Sie reagierten auf Facebook mit extrem rassistischen und zumindest unangemessenen Bemerkungen. Zum Beispiel schrieb einer der Belgier, dass er Pierre Kompany gerne „ausstopfen lassen wolle“ und „bei den wilden Tieren“ im Museum unterbringen möchte. Ein anderer im Kongo lebender Belgier sprach über „Makaken in all ihrer Pracht“.

Diese Äußerungen blieben nicht unbemerkt und führten im Kongo sogar zu Protesten der lokalen Bevölkerung. Die drei wurden daraufhin verhaftet. Der Kongo drohte damit, sie des Landes zu verweisen. Das ist in der Zwischenzeit auch geschehen. Die drei Männer sind inzwischen wieder nach Belgien zurückgekehrt. Der außenpolitische Sprecher Arnaud Gaspard hat einen diesbezüglichen Artikel der Zeitung „De Morgen“  bestätigt.

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