Coronakrise: Schon mehr als eine Milliarde Euro an Prämien für Selbständige ausgezahlt

Mehr als 200.000 Selbständige erhielten bereits eine Coronaprämie von den Behörden. Damit sollten Verdienstausfälle während des Lockdowns seit Mitte März wenigstens teilweise ausgeglichen werden. Weil es verschieden Prämien gab,  beläuft sich der Gesamtbetrag auf mehr als eine Milliarde Euro. 

Selbständige, die aufgrund der Coronakrise Probleme bekamen, konnten verschiedene Prämien beantragen. Wer seinen Betrieb schließen musste, erhielt 4.000 Euro monatlich als sogenannte Belästigungsprämie und zusätzlich eine Tagesprämie von 160 Euro pro Schließungstag. Hinzu kommt die Entschädigungsprämie für diejenigen, die mehr als 60% Umsatzeinbußen erlitten. Diese belief sich auf 3.000 Euro und 1.500 Euro für Selbständige mit einer Nebentätigkeit. Darüber hinaus gibt es eine Reihe günstiger Steuermaßnahmen.

Diese Prämien waren also ein großer Erfolg. In den letzten Monaten wurden insgesamt 132.000 Anträge auf die Corona-Belästigungsprämie registriert. Davon wurden 104.000 Anträge mit einem Gesamtbetrag von fast 440 Millionen Euro genehmigt. In der Folge wurden auch tägliche Prämien in Höhe von insgesamt 690 Millionen Euro genehmigt. Dies belegen Statistiken der flämischen Wirtschaftsministerin Hilde Crevits.

Ungefähr 20.000 Anträge wurden für Gaststätten gestellt. Die große Mehrheit kam aus Antwerpen, gefolgt von Westflandern. In sechs von zehn Fällen handelte es sich um einen selbständigen Unternehmer ohne Personal.

Es wurden mehr als 95.000 Anträge für die Entschädigungsprämie gestellt, von denen 60.000 bereits für einen Betrag von 180 Millionen Euro genehmigt wurden. In mehr als acht von zehn Fällen ging es um einen selbstständigen Unternehmer ohne Personal.

Die Anträge für die Belästigungsprämie und die Entschädigungsprämie wurden am 30. Juni abgeschlossen. 

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